Landsberger Gemenge

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Landsberger Gemenge ist eine in Leguminosen-Gras-Gemengesaat ausgebrachte landwirtschaftliche Grünfutterkultur für mittlere bis bessere Böden. Es besteht in der Regel aus Zottelwicke (Vicia villosa) (21 kg/ha), Inkarnatklee (Trifolium incarnátum) (9 kg/ha) und Welschem Weidelgras (Lolium multiflorum) (30 kg/ha).

Neben der Futtergewinnung dient das Gemenge auch der Stickstoff-Zufuhr und Erzielung anderer Vorfruchtwirkungen. Da das Gemenge erst spät (Mitte Mai) das Feld räumt, kommen nur wenige Hauptfrüchte als Folgekultur in Frage (siehe auch Feldgraswirtschaft). Aus futterbaulicher Sicht ist vor allem der Rohproteinertrag hoch einzuschätzen. Das Gemenge wird von den Tieren gern gefressen, solange der Inkarnatklee nicht blüht. Daher liegt der günstigste Schnittbeginn beim Knospenstadium des Inkarnatklees.

Die pflanzensoziologische Stabilität des Landsberger Gemenges hängt von der genseitigen Konkurrenzfähigkeit der zu kombinierenden Arten, insbesondere der Nichtleguminose ab. Tiefe Temperaturen ohne schützende Schneedecke führen zum Ausfall des Inkarnatklees.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Guido Haas: Landsberger Gemenge: Artspezifische Konkurrenz und deren Beeinflussung. In: 47. Jahrestagung AG Grünland und Futterbau – Gesellschaft für Pflanzenbauwissenschaft, 28.–30. Aug. 2003. Wissenschaftlicher Fachverlag, Gießen 2003, S. 87–90 (orgprints.org [PDF]).