Laser Mégajoule

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Großer Monokristall von Kaliumdihydrogenphosphat zur Frequenzumwandlung am LMJ, hergestellt aus einer Lösung durch Saint-Gobain

Der Laser Mégajoule (LMJ) ist eine Forschungseinrichtung zur Kernfusion. Dabei wird das Konzept der Trägheitsfusion genutzt. Die Einrichtung steht in der Nähe von Bordeaux in Frankreich und wird vom französischen CEA betrieben. Der Laser Mégajoule wird 22 Beamlines haben, von denen jede acht Einzelstrahlen liefert.[1] Der Blitz aus insgesamt 176 Einzelstrahlen mit einer Gesamtenergie von etwa 1,8 MJ trifft auf ein Target, das dadurch stark komprimiert und erhitzt wird. LMJ ist der US-amerikanischen Anlage National Ignition Facility (NIF) sehr ähnlich und außerhalb der USA die größte Versuchsanlage zur Trägheitsfusion.

Der primäre Zweck des LMJ ist die Atomwaffenforschung,[2] genauer: die Überprüfung von Simulationsrechnungen, welche die Funktionsfähigkeit des französischen Kernwaffenarsenals gewährleisten sollen. Erst später und mit geringerer Priorität sind auch zivile Experimente zur möglichen Energiegewinnung vorgesehen.

Ende 2014 ist die erste der 22 Beamlines in Betrieb genommen worden. Jährlich sollen zwei weitere dazukommen, so dass die volle Leistung etwa 2025 zur Verfügung steht.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Physik Journal 14 (2015) Nr. 3, Seite 10
  2. Le Laser Mégajoule. CEA - Direction des Applications Militaires. Abgerufen am 12. Juni 2012.

Weblinks[Bearbeiten]