Laszivität

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„Im Tepidarium“, Ölgemälde des niederländischen Malers Lawrence Alma-Tadema von 1881

Laszivität oder auch Unzüchtigkeit ist eine eventuell beabsichtigte Wirkung auf die Wahrnehmung eines Betrachters, die von der Erscheinung eines vom Betrachter als potenzieller Sexualpartner wahrgenommenen Wesens ausgeht. Laszivität ist gegeben, wenn der Wahrnehmung der Erscheinung dieses Gegenübers Sinnlich-Aufreizendes oder auch sexuell Anziehendes anhaftet beziehungsweise eine solche Wirkung auf den Betrachter beabsichtigt ist. Eine laszive Wirkung kann in einem Verhalten oder einer Situation begründet liegen, die zum Beispiel als Demonstration sexueller Bereitschaft verstanden wird oder werden soll.

Das Adjektiv lasziv hat seinen Ursprung im lateinischen lascivus, was so viel wie „tändelnd, mutwillig; ausgelassen, zügellos; unzüchtig, wollüstig“ heißt.

Zur Beurteilung der Laszivität einer Abbildung des Schambereiches eines Kindes wird in den Vereinigten Staaten in Gerichtsverfahren oft der Kriterienkatalog des Dost-Tests herangezogen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Elke Ullrich: Das Laszive der Keuschheit in der europäischen Kunst. „Die Frau des Potiphar“ und „Joseph von Ägypten“; eine Kulturgeschichte der versuchten Verführung. University Press, Kassel 2009, ISBN 978-3-89958-473-8 (zugl. Dissertation, Universität Kassel 2007).

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: lasziv – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen