Laubholz-Säbelschrecke

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Laubholz-Säbelschrecke
Laubholz-Säbelschrecke (Barbitistes serricauda), ♂

Laubholz-Säbelschrecke (Barbitistes serricauda), ♂

Systematik
Unterordnung: Langfühlerschrecken (Ensifera)
Überfamilie: Laubheuschrecken (Tettigonioidea)
Familie: Tettigoniidae
Unterfamilie: Phaneropterinae
Gattung: Barbitistes
Art: Laubholz-Säbelschrecke
Wissenschaftlicher Name
Barbitistes serricauda
(Fabricius, 1798)

Die Laubholz-Säbelschrecke (Barbitistes serricauda) ist eine Art aus der Überfamilie der Laubheuschrecken (Tettigonioidea) in der Unterordnung der Langfühlerschrecken (Ensifera).

Kopf einer Laubholz-Säbelschrecke

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Laubholz-Säbelschrecke wird etwa 15 bis 20 mm lang und hat stark rückgebildete, rotbraune Flügel. Von der Fühlerbasis bis zu diesen Stummelflügeln verläuft ein gelber Längsstreifen. Der Legesäbel der Weibchen ist in Seitenansicht breit sichelförmig und am Ende meist mit - namensgebend - gesägter Kontur. Das Männchen hat rote Beine. Die Fühler sind etwa zwei- bis dreimal so lang wie der Körper. Es besteht Verwechselungsgefahr mit der Punktierten Zartschrecke (Leptophyes punctatissima).

Ähnliche Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Imagines sind von Juli bis September an sonnigen Waldrändern und Sträuchern zu finden. Sie sind meist nachtaktiv. Während sich die Larven noch am Boden bewegen, leben die Imagines in Baumwipfeln. Ihr Gesang, die Stridulation, ist für Menschen mit dem bloßen Ohr nur über kurze Entfernungen wahrnehmbar.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Laubholz-Säbelschrecke ist im südlichen Mitteleuropa verbreitet, findet sich aber beispielsweise auch in Belgien und in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen in Deutschland. Aufgrund der schweren Auffindbarkeit ist die Verbreitung nur wenig dokumentiert, sie steht in mehreren Bundesländern Deutschlands auf der Roten Liste.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heiko Bellmann: Heuschrecken: beobachten, bestimmen, Naturbuch Verlag, 1993, ISBN 3-89440-028-5
  • Heiko Bellmann: Heuschrecken. Die Stimmen von 61 heimischen Arten. CD, Amp Europe, 2004, ISBN 3-935329-48-2
  • Siegfried Ingrisch, Günther Köhler: Die Heuschrecken Mitteleuropas, Westarp Wissenschaften, 1998, ISBN 3-89432-461-9
  • Peter Detzel: Heuschrecken Baden-Württembergs, Ulmer Verlag, Stuttgart 1998, ISBN 3-8001-3507-8
  • Josef Szij: Die Springschrecken Europas, Die Neue Brehm-Bücherei Band 652, Westarp-Wissenschaften, Hohenwarsleben 2004, ISBN 3-89432-910-6
  • Heinrich Tauscher: Unsere Heuschrecken, Kosmos Franckh'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1986, ISBN 3-440-05617-1
  • Michael Lohmann: Käfer, Libellen und andere Insekten, BLV, München 1995, ISBN 3-405-14727-1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]