Leckermäulchen

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Leckermäulchen ist ein mit Stickstoff aufgeschäumtes[1] Milchquarkprodukt in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Heute wird Leckermäulchen in Sachsen-Anhalt von der frischli Milchwerk Weißenfels GmbH hergestellt.

Frischli-Logo Leckermäulchen
Leckermäulchen - DDR - Milchvereinigung des Bezirks Leipzig

Produktionsstandort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Produktionsstandort Weißenfels sind rund 150 Mitarbeiter beschäftigt, die dazu beitragen, jährlich rund 190.000 Tonnen Milch neben dem Leckermäulchen zu verschiedenen Molkereiprodukten zu verarbeiten.[2] Zwischen 2009 und 2013 investierte die frischli Milchwerke GmbH rund 5,9 Millionen Euro in den Standort Weißenfels.[3]

Geschichte des Leckermäulchens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leckermäulchen wurde 1977/1978 in der DDR entwickelt und im Dezember 1979 erstmals verkauft. Ursprünglich wurde der aufgeschlagene Vanillequark durch das Molkerei-Kombinat Merseburg produziert, später zeitgleich in verschiedenen Molkereibetrieben der DDR hergestellt, u. a. im Kombinat für Milchwirtschaft e. G. Suhl. Das DDR-Original war noch ohne Stickstoff.

Bis zum Jahr 1989 gab es die Geschmacksrichtungen Vanille und Zitrone. Danach wurde Leckermäulchen bis 1994 nicht produziert. Nachdem Ostprodukte wieder an Akzeptanz gewannen, entschloss sich die inzwischen von den frischli Milchwerken übernommene Molkerei Weißenfels im Jahre 1995, das Produkt in anderer Verpackung und mit neuem Logo als Regionalkonzept für den Osten wieder auf den Markt zu bringen. Ohne größere Werbeaufwendungen fand das schon in der DDR sehr beliebte Erzeugnis schnell wieder Käufer. Bereits ein Jahr später wurden neben der Sorte Vanilla weitere Geschmacksrichtungen sowie später auch andere Produkte unter dem Namen Leckermäulchen angeboten.

Nach der Markterweiterung auf die alten Bundesländer 1998 erfolgte im Hinblick auf die Eroberung des gesamtdeutschen Marktes im Frühjahr 2006 ein Markenrelaunch als Milchquark-Mahlzeit, dabei wurde das Logo um den Leckermäulchen-Schriftzug ergänzt.[4] Seit 2007 fand Leckermäulchen auch im Westen Deutschlands Absatz.[5]

Seit der Wiedereinführung im Jahre 1995 konnte frischli seinen Leckermäulchen-Umsatz kontinuierlich ausbauen. Dieser stieg innerhalb von sechs Jahren von 22,9 Millionen Euro in 2008[6] auf geschätzte 26 Millionen Euro im Jahr 2014 an. Das waren 2014 etwa 53 Millionen Leckermäulchen-Packungen.

Leckermäulchen-Sorten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012 vergrößerte frischli das Leckermäulchen-Sortiment, das bis dahin verschiedene Milchquark-Mahlzeiten umfasste, um die aus Maisgrieß bestehende Kleinen Grieß-Mahlzeit Vanilla.[7] Im Folgejahr wurde die Kleine Grieß-Mahlzeit durch drei weitere Varianten, Schoko-Crispies, Erdbeer-Himbeer und Apfel-Zimt, erweitert.[8] Mit der Vorstellung der Leckermäulchen Milch-Mousse zum Wendejubiläum stellte die frischli Milchwerke GmbH im Jahr 2014 zum ersten Mal eine Milch-Mousse her, welche einen Frischmilchanteil von bis zu 57 Prozent besitzt.[9]

Dann gab es das Leckermäulchen – als Quark, Grieß, Creme und Milch-Mousse – in insgesamt 31 verschiedenen Sorten in den Kühlregalen der gesamten Bundesrepublik.

2017 musste die Produktion einiger Sorten aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt werden, darunter zählten diverse Milchquarks, die kleine Grieß-Mahlzeit, das Milch-Mousse und die mit Frucht unterlegten Sorten. Es wurde aber die sogenannte "Joghurt-Creme" in vier verschiedenen Sorten (Vanille, Pfirsich-Maracuja, Erdbeere, Banane) auf den Markt gebracht.

Im Mai 2019 wurden das Design und die Rezeptur erneut überarbeitet und es gab eine neue Sorte: Pfirsich-Maracuja ersetzt Schoko.

Im Sommer 2020 wurde eine weitere Sorte eingeführt: Apfel-Birne.

Werbung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2007 wirbt das Unternehmen zu Produkteinführungen mit bundesweiten Fernsehwerbespots und überwiegend regional geschalteten Hörfunkkampagnen, stets mit dem Slogan: „Leckermäulchen tut Leckermäulchen gut.“[10][11]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stickstoff ist nach der Verordnung über die Zulassung von Zusatzstoffen zu Lebensmitteln zu technologischen Zwecken (ZZulV) als Lebensmittelzusatzstoff E 941 zugelassen.
  2. Pressemitteilung (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive) vom 29. Oktober 2013
  3. Pressemitteilung (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive) vom 29. Oktober 2013
  4. Pressemitteilung (Memento vom 5. Dezember 2014 im Internet Archive) vom 19. September 2005
  5. Pressemitteilung (Memento vom 5. Dezember 2014 im Internet Archive) vom 20. September 2007
  6. Pressemitteilung (Memento vom 5. Dezember 2014 im Internet Archive) vom 22. Januar 2009
  7. Pressemitteilung (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive) vom 22. Juni 2012
  8. Pressemitteilung (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive) vom 29. Oktober 2013
  9. Pressemitteilung (Memento vom 13. März 2015 im Internet Archive) vom 17. Oktober 2014
  10. Pressemitteilung (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive) vom 29. Oktober 2013
  11. Pressemitteilung (Memento vom 13. März 2015 im Internet Archive) vom 3. März 2015

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]