Leopold August Abel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Leopold August Abel
Vermutliches Porträt von Christian Ferdinand Abel und drei seiner Söhne; rechts: Leopold August Abel (ca. 1737)
Ludwigsluster Hofkapelle (1770)

Leopold August Abel, Pseudonym: Leba, eine Umkehrung des Namens Abel (* 24. März 1718[1] in Köthen; † 25. August 1794 in Ludwigslust) war ein deutscher Geiger, Komponist und Maler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abel stammte aus einer Künstlerfamilie und war der älteste Sohn des Gambenvirtuosen Christian Ferdinand Abel, der in Köthen als „Premier-Musicus“ in Johann Sebastian Bachs Hofkapelle wirkte. Die Maler Ernst August Abel und Ernst Heinrich Abel sowie der Gambist Carl Friedrich Abel waren seine Brüder.

Er war Schüler seines Vaters und 1735 von Georg Benda in Dresden. 1745 wurde er Mitglied im Ensemble Nicolinis im Braunschweiger Hoforchester. Von 1757 bis 1765 war er Konzertmeister im Orchester des Fürsten von Schwarzburg-Sondershausen und 1766 in Berlin in der Kapelle des Markgrafen von Brandenburg-Schwedt. Von 1769 bis zu seinem Tod war er Erster Geiger der Mecklenburg-Schwerinschen Hofkapelle in Ludwigslust.

Abel war Lehrer seiner Söhne Wilhelm Anton Christian Carl Abel (Abelgaard) (1749–1795), August Christian Andreas Abel und Friedrich Ludwig Aemilius Abel (1770–1842).

An von ihm gemalten Bildern sind ein Selbstbildnis, ein Porträt von Antonio Rosetti[2] sowie eine Gouache-Darstellung der Ludwigsluster Hofkapelle (1770)[3] erhalten.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sinfonie für Streichquartett, Oboen, Flöten und Corni. Musikaliensammlung der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin
  • 1766: Sinfonia à 8 voci, Viol. I. II., Oboe I. II., Flauto Travers I. II., Corno I. II., Viola, Violoncello, Basso continuo e Cembalo

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Grete Grewolls: Wer war wer in Mecklenburg und Vorpommern. Das Personenlexikon. Hinstorff Verlag, Rostock 2011, ISBN 978-3-356-01301-6, S. 12.
  2. Sterling E. Murray: The Career of an Eighteenth-Century Kapellmeister. The Life and Music of Antonio Rosetti (= Eastman Studies in Music Series) Boydell & Brewer 2014, ISBN 978-1-58046-467-3, S. 171, sowie Abb. 1,
  3. 2011 bei Sotheby’s versteigert (Katalogeintrag).