Libknechtiwka

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Libknechtiwka
Лібкнехтівка
Wappen fehlt
Libknechtiwka (Ukraine)
Libknechtiwka
Libknechtiwka
Basisdaten
Oblast: Autonome Republik Krim
Rajon: Rajon Lenine
Höhe: 139 m
Fläche: Angabe fehlt
Einwohner: 461 (2001)
Postleitzahlen: 98226
Vorwahl: +380 6557
Geographische Lage: 45° 20′ N, 36° 13′ OKoordinaten: 45° 20′ 13″ N, 36° 13′ 1″ O
KOATUU: 0122788603
Verwaltungsgliederung: 4 Dörfer
Adresse: вул. Лохматових 39
98225 с. Чистопілля
Statistische Informationen
Libknechtiwka (Krim)
Libknechtiwka
Libknechtiwka
i1

Libknechtiwka (ukrainisch Лібкнехтівка – ukrainisch offiziell seit dem 12. Mai 2016 Китай Kytaj[1]; russisch Либкнехтовка Libknechtowka, krimtatarisch Qıtay) ist ein Dorf im Osten der ukrainischen Autonomen Republik Krim, mit 460 Einwohnern (2001).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Libknechtiwka liegt im Osten der Halbinsel Kertsch im Rajon Lenine. Das Rajonzentrum Lenine liegt 33 km westlich und die Stadt Kertsch befindet sich 28 km östlich des Dorfes. Die Fernstraße M 17 /E 97 verläuft 10 km südlich des Dorfes. Östlich des Dorfes befindet sich der 189,8 m hohe Berg Majak. Administrativ gehört das Dorf zusammen mit den Dörfern Tschystopillja (Чистопілля), Satyschne (Затишне) und Tassunowe (Тасунове) zur Landratsgemeinde Tschystopillja.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Namensgeber des Dorfes Karl Liebknecht

Das Dorf, das 1784 nach der Annexion des Krimkhanats durch Russland erstmals urkundlich erwähnt wurde, hieß bis 1924 Kytai (ukrainisch Китай, krimtatarisch Qıtay, deutsch Kitai oder seltener Kitaj[2]) und wurde dann zu Ehren des deutschen Marxisten Karl Liebknecht in Libknechtiwka umbenannt.[3]

Nach Abwanderung der Krimtataren in Folge des Krimkriegs in die Türkei[4] war das Dorf verlassen und wurde im Jahre 1860 von deutschen Siedlern neu begründet.[5] Kurz nach Beginn des Großen Vaterländischen Krieges wurde am 18. August 1941 die krimdeutsche Bevölkerung deportiert, zunächst in die Region Stawropol, anschließend nach Sibirien und ins nördliche Kasachstan.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Верховна Рада України; Постанова від 12.05.2016 № 1352-VIII Про перейменування окремих населених пунктів та районів Автономної Республіки Крим та міста Севастополя
  2. http://www.schuk.ru/1/orte/ortsv_k.pdf
  3. Beschreibung der Krim 1784
  4. Umsiedlung der Krim-Muslime in die Türkei (Memento vom 14. Mai 2010 im Internet Archive) (russisch)
  5. Ortslexikon rußlanddeutscher Orte (PDF; 5,5 MB) auf wolgadeutsche.net (russisch)