Márta Gulyás

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Márta Gulyás (* 1953 in Gyula) ist eine ungarische Konzertpianistin und Professorin für Klavier und Kammermusik.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Márta Gulyás studierte Klavier an der Franz-Liszt-Musik-Universität in Budapest bei Erzsebet Tusa und István Lantos. 1976 erhielt sie dort das künstlerische und das pädagogische Diplom. Danach absolvierte sie ein Post-Graduierten-Programm am Tschaikowski-Konservatorium in Moskau bei Dmitri Bashkirow. 2001 habilitierte sie sich an der Franz-Liszt-Universität und erwarb den Titel Magistra Habilitatam.[1]

Márta Gulyas unterrichtet seit 1979 Klavier und Kammermusik an der Franz-Liszt-Universität, zuerst als Assistentin und dann als Dozentin. Etliche Jahre war sie auch Dekanin der Fakultät für Kammermusik. Seit 1991 ist sie auch Gastprofessorin an der Reina-Sofia-Musik-Akademie in Madrid (Spanien).[2]

Neben zahlreichen Konzerten in Ungarn konzertierte Márta Gulyás auch in der Schweiz, den USA, Deutschland, Frankreich, Italien, England, Irland, Österreich, Polen, Finnland, Schweden, in den Niederlanden, in Tschechien, in der Slowakei, in Russland, Kroatien, Kasachstan, Zypern, im Libanon, in Syrien und in der Türkei. Seit einigen Jahren liegt ihr Schwerpunkt dabei auf Kammermusik.

Márta Gulyás gab und gibt Meisterklassen in Finnland (Riihimäki, Lohia); Schweden (Göteborg); Italien (Bergamo, Imola, Rom); Spanien (Santander, Ávila, Getafe, Salamanca, Valencia, Segovia, Amendralejo, Badajoz, Cáceres, Palma); Griechenland (Athen); Deutschland (Weimar, Pommersfelden,[3] Würzburg); Österreich (Reichenau, Salzburg); Türkei (Kappadokien,[4] Istanbul); Japan (Tokyo, Nagoya, Fukuoka, Okinawa) und Ungarn (Kesthely, Békészsaba,[5][6] Miskolc, Szeged, Győr).

Márta Gulyás ist Mitglied der Jury für die Vergabe von Wardwell-Stipendien der Alexander von Humboldt-Stiftung.[7] Sie war Präsidentin der Vorauswahl-Jury und Mitglied der Jury bei der Paloma O’Shea Santander International Piano Competition 2012, 2015 und 2018.[8][9][10] Sie gab wiederholt Interviews in Rundfunk und Fernsehen.[11]

Márta Gulyás spricht Ungarisch, Russisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Debussy-Klavier-Wettbewerb Paris 1971: Dritter Preis
  • Leo Weiner Kammermusik Wettbewerb Budapest 1978: Erster Preis
  • Klavier-Wettbewerb des Ungarischen Rundfunks 1979: Dritter Preis
  • MIDEM Preis für Bartóks Frühe Kammermusik (mit Vilmos Szabadi)
  • Ungarischer Kulturpreis 1985
  • Franz Liszt Preis 1998
  • Ehren-Medaille der Königin Sofia von Spanien 2014 und 2018
  • Leó Weiner Gedächtnis Preis 2017[12][13]
  • Ungarischer Verdienstorden 2018

Aufnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

CD-Aufnahmen für Hungaroton (Ungarn) und BIBLIOservice (Holland). Aufnahmen mit dem Ungarischen Radio, BBC, Bayerischem Rundfunk, NDR, WDR, Finnischer Radio, Radio France und Radio Orpheo (Moskau).[14]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Márta Gulyás – Staff. Franz-Liszt-Musikakademie. Abgerufen am 27. Januar 2016.
  2. Reina Sofia Music Academy, Chamber Music, Staff.
  3. Dozenten – collegium-musicum.info
  4. Márta Gulyás piano – KK-EN
  5. Békéscsabai Bartók Béla Zeneművészeti (ungarisch)
  6. Róza Csath: Márta és Fernando négykezese. In: BÉKÉS MEGYEI HIRLAP. 8. September 2012.
  7. Alexander von Humboldt-Foundation – Auswahlausschuss WARDWELL
  8. XVIII Santander International Piano Competition. Jury Márta Gulyás.
  9. The Paloma O’Shea Santander Piano International Competition announces the names of the pianists who will compete in the XVIII edition of the Competition.
  10. Jóvenes prodigio se sentarán en el piano de Santander. Abgerufen am 21. September 2016.
  11. Gulyás Márta: "Háromszáz év sem lenne elegendő". Abgerufen am 21. September 2016.
  12. Márta Gulyás - Staff. Liszt Academy. Abgerufen am 20. April 2017.
  13. http://fidelio.hu/klasszikus/2017/04/21/gulyas_marta_kapta_iden_a_weiner_leo_emlekdijat/%7Cpublisher=fidelio%7Caccessdate= 5 May 2017/
  14. Márta Gulyás on Apple Music. In: iTunes. Abgerufen am 21. September 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]