Männerakt

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Der Männerakt ist ein Untergenre der Akt-Kunst, welche sich mit der Darstellung unbekleideter Körper befasst und in diesem Fall ausschließlich erwachsene männliche Models thematisiert.

Geschichte des Männerakts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

War ursprünglich die Studie einer Bewegung und der dazugehörigen Muskelreaktionen typisch für den Akt, dehnte sich die Darstellung auch auf andere Bereiche aus.

Aktselbstbildnis von
Albrecht Dürer (um 1504)

Aufgrund anderer Moralvorstellungen war es in der Antike keineswegs unüblich Nacktheit darzustellen, dies änderte sich mit den strikten christlichen Vorgaben im Mittelalter, wo Nacktheit nur in bestimmten Kontexten erlaubt war, so z. B. zur Darstellung von antiken Gottheiten.

Fotografischer Männerakt, zeitgenössisch

Erst in der Renaissance gab es Künstler, z. B. Albrecht Dürer, die den Akt als Möglichkeit des Selbstporträt wählten. In neuerer Zeit ist der Männerakt dann vor allem in sogenannten "Muskel-Magazinen" aufgegriffen worden und war in der Kunstszene ein Studienobjekt.[1]

Männerakte existieren als Plastiken, in der Malerei verschiedener Stilrichtungen, als Zeichnungen und auch als Fotografien verschiedener Arten.

Zeitgenössische Künstler und Thematiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Darstellung des muskulösen männlichen Körpers sind häufiger Bestandteil der Werke z. B. von Bruce Weber.[2] Auch im Männerakt gibt es allerdings stark erotische oder sogar pornografische Bezüge, wie z. B. in den Werken von Tom Bianchi.[3] Bei Nan Goldin hat die Darstellung des männlichen, nackten Körpers vor allem dokumentarische Ziele, ihre Fotografie befasst sich mit Sex, Drogenmissbrauch und Gewalt. Bei Greg Gorman liegt Ästhetik im Vordergrund[4], er kombiniert Männerakte auch mit Frauenakten.[5] Kontrovers diskutiert wird auch der Künstler Robert Mapplethorpe, der teils sehr bizarre Aufnahmen erstellte, die starke pornografische Züge hatten und häufig Selbstporträts waren. Dennoch gelten seine Werke als Kunst, wenn sie auch extreme Themen beinhalten.

Beispiele für Männerakte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Bayl: Der nackte Mensch in der Kunst. Köln 1964
  • Margaret Walters: The nude male. A new perspective. London 1978; Dts. Ausgabe: Der männliche Akt. Ideal und Verdrängung in der europäischen Kunstgeschichte. Berlin 1979
  • Tom Bianchi: Deep Sex., Pub Distributing Co, 2006
  • Greg Gorman: As I see It., PowerHouse Books, 2000

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Männerakt. In: fotocommunity.de. 5. Juli 2012.
  2. Bruce and Kyle Carson. In: artnet.com. 2000.
  3. Tom Bianchi (Memento des Originals vom 26. Juli 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/tombianchi.com. In: tombianchi.com. 5. Juli 2012.
  4. topchoicebooks. In: topchoicebooks.com. 2000.
  5. Willem Photographic. In: willemphotographic.com. 1988.