MKB 3./513 Kiberg

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Koordinaten: 70° 17′ 19,9″ N, 31° 1′ 54″ O

Die MKB 3./513 Kiberg (MKB - Marine-Küsten-Batterie) war eine deutsche Marine-Küsten-Batterie auf dem Kibergsneset in der norwegischen Kommune Vardø im Fylke Finnmark.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Nordverstärkung wurde Ende 1941 der Bau der Batterie beschlossen, die bis zum Sommer 1942 errichtet wurde. Der Standort lag westlich von Vardø und nördlich des Ortes Kiberg.

Der Befehlsbunker war mit einem optischen Entfernungsmesser überbaut. Aufgabe der Befestigung war es, die Einfahrt in den Varangerfjord zu verteidigen. Dafür wurde sie mit den größten in der Finnmark verwendeten Geschützen ausgerüstet.[1]

Sie war mit drei 28−cm-SK-L/45-Küstengeschützen bestückt, die eine Reichweite von etwa 34 000 Metern hatten. Diese Geschütze sollen von den Schlachtschiffen Scharnhorst, Gneisenau und Moltke stammen.[2] Dazu kamen zahlreiche Flak- und Panzerabwehrkanonen.[3]

Die Stellung gehörte zur Artilleriegruppe Vadsö der Artillerie-Kommandeur Kirkenes und unterstand der Marine-Artillerie-Abteilung 513.[4]

Die Stellung wurde im Oktober 1944 durch die eigene Mannschaft im Zusammenhang mit dem Vormarsch der Roten Armee im Rahmen der Evakuierung der Finnmark gesprengt.

Heutiger Zustand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute sind noch Reste weiterer Gebäude sowie Bunker und die Lager der Geschützstellungen vor Ort zu finden. Darunter ist der Kommandobunker, ein Regelbau der Art M 178, der im Wesentlichen in dem Zustand ist, wie er von seiner Besatzung 1944 aufgegeben wurde. Das Gelände wurde 2015 in die Liste der norwegischen Kulturgüter aufgenommen.[5]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: MKB 3./513 Kiberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kommandosentralen Kiberg kystfort "Kikkerten". kulturminnesok.no, abgerufen am 10. April 2017 (norwegisch).
  2. Steven J. Zaloga: The Atlantic Wall (2): Belgium, The Netherlands, Denmark and Norway. Bloomsbury Publishing, 2011 (64 Seiten, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 10. April 2017]).
  3. MKB 3/ 513 Kiberg. In: bunkerhistorie.nl. Abgerufen am 9. April 2017.
  4. [lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/MarineArtAbt/MarineArtAbt513-R.htm Marine-Artillerie-Abteilung 513.] In: lexikon-der-wehrmacht.de. Abgerufen am 9. April 2017 (englisch, Webseite ist auf der Blacklist).
  5. MKB 3./513 Kiberg / Kystfort. kulturminnesok.no, 29. Mai 2015, abgerufen am 10. April 2017 (norwegisch, Kulturminne-ID 213017-1).