MK 14

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Vorne das Original, hinten Nachbauten
Prototyp des MK14 von Ian Williamson im centre for computing history, Cambridge

Der MK 14 ist ein Homecomputer-Bausatz, der vom englischen Anbieter Science of Cambridge ab dem Jahre 1978 auf den Markt gebracht wurde. Am 25. Juli 1961 gründete Clive Sinclair im britischen Cambridge sein erstes Unternehmen: Sinclair Radionics Ltd.[1] Er produzierte zunächst Hifi-Geräte, Radios und Taschenrechner, und benannte das Unternehmen mehrmals um. Unter dem Firmennamen Science of Cambridge stellte er im Juni 1978 den MK 14 vor, ein Homecomputer-Bausatz für 39,95 Britische Pfund.

Hardware[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Entwickler Ian Williamson und Chris Curry die das Projekt maßgeblich steuerten, wählten die einfach zu programmierende CPU den National Semiconductor Microprocessor ISP-8A/600 genannt SC/MP, eine Abkürzung von „Simple Cost-effective Micro Processor“.[2]

Standardmäßig verfügte das System über 256 Byte RAM (konnte aber auf 640 Bytes erweitert werden) und 512 Bytes ROM. Eine Tastatur mit 20 Tasten ermöglichte die Eingabe und die Programmierung. Eine eine acht- bzw. neunstellige 7-Segment-Anzeige diente der Ausgabe, außerdem konnte ein Kassettenlaufwerk angeschlossen werden und die Ein-/Ausgabe-Ports waren frei programmierbar.[2]

Entwicklung und Verkauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für einen vergleichsweise günstigen Preis bekam der Käufer eine Platine, die notwendigen Chips und etwas Dokumentation, ein Gehäuse musste selbst angefertigt werden. Trotzdem wurde der Rechner ein relativer Erfolg, die erste Produktionscharge war innerhalb kürzester Zeit vergriffen. Der MK 14 wurde bis 1980 hergestellt und zwischen 15.000 und 50.000 mal verkauft.[3]

Chris Curry verließ 1978 das Unternehmen, um mit dem Wiener Hermann Hauser Acorn Computers zu gründen. Ihr erstes Produkt war der System 1. Einige Monate später realisierte auch Clive Sinclair, wie wichtig Computer sind, und entschloss sich daraufhin einen kompletten Rechner für unter 100 Britische Pfund anzubieten. 1979 begannen die Planungen für den ZX80, der 1980 erschien.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sinclair: A Corporate History. In: Chris Owen, Planet Sinclair, rk.nvg.ntnu.no. 2003, abgerufen am 25. Oktober 2019.
  2. a b c Sinclair MK 14. In: Thierry Schembri, Sylvain Bizoirre, Olivier Boisseau, Pierre-Emmanuel Chauvaud, old-computers.com. 2019, abgerufen am 13. Februar 2020.
  3. Sinclair MK 14. In: Boris Jakubaschk, Ettlingen, homecomputermuseum.de. 2019, abgerufen am 25. Oktober 2019.