Maasdamer

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Maasdamer

Maasdamer ist eine niederländische Schnittkäsesorte mit 45 % Fett in Trockenmasse.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Maasdamer bezieht sich auf die ehemals selbstständige Gemeinde Maasdam in der Großgemeinde Binnenmaas. Er wurde Ende der 1980er als Neuentwicklung auf den Markt gebracht, nachdem bereits zuvor Leerdammer 1978 als die Kombination von Eigenschaften der Käsesorten Gouda und Emmentaler angeboten wurde, welcher jedoch keiner bis dahin verbreiteten Käseart zugeordnet werden konnte. Der Verkaufserfolg führte dazu, dass er heute an zweiter Stelle des niederländischen Käseexports steht. Außerdem wird er vor allem in Deutschland und Frankreich durch andere Molkereien produziert.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Herstellung entspricht weitestgehend der des Gouda, wobei andere Säurewecker zum Einsatz kommen. Nach der Portionierung des Bruchs schließt sich eine sechswöchige Reifephase an. In dieser nimmt er an Volumen zu und bildet die sortentypische Lochung mit Öffnungen von zwei bis drei Zentimeter Durchmesser. Diese sollen genauso wie der Teig glänzend und natürlich strohfarben sein. Der Geschmack wird als nussartig, leicht süßlich definiert, wobei fruchtige Noten als Hintergrund zugelassen sind. Im Gegensatz zu Gouda und Emmentaler hat er einen wesentlich geringeren Salzanteil, welcher durch die mildere Behandlung während der Reifephase begründet wird. Die Laibe sind flachzylindrisch mit einem Durchmesser von ca. 30 cm. Das Gewicht beträgt 6 bis 12 Kilogramm. Nach der Reifephase haben die Laibe eine helle glatte Rinde. Diese wird zum Schutz mit einem sortentypisch gelben Paraffin- oder einem Plastiküberzug geschützt.

Varianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Maasdamer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Referenzierung des Artikels[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Brigitte Engelmann, Peter Holler: Das Feinschmecker-Handbuch Käse. Ullmann, Königswinter 2008, S. 231, ISBN 978-3-8331-5023-4.