Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie

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MRCP: (a) Gallenblase mit Steinen, (b) Steine im Gallengang, (c) Pankreasgang, (d) Flüssigkeit im Duodenum.
MRCP bei Pancreas divisum: (a) Gallenblase, (b) Gallengang, der den (c) Hauptpankreasgang kreuzt, (d) Nebenpankreasgang, (e) Nierenhohlsystem.

Die Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie (auch MRCP und MR-Cholangiopankreatikographie) ist eine nichtinvasive Methode zur Darstellung des Gallengangsystems und der Hauptausführungsgänge des Pankreas mittels Magnetresonanztomographie. Hierbei erfolgt eine selektive Anregung des Wasser-Signales in der MRT mit nachfolgender dreidimensionaler Auswertung.

Die MRCP dient der Diagnostik von Gallenwegssteinen, Pankreatitiden und bös- und gutartiger Tumoren der Gallenwege oder der Bauchspeicheldrüse.

Die MRCP wird in der Regel als sogenannte one-stop-shop Untersuchung, d.h. in Verbindung mit einer Angio-MRT durchgeführt.[1]

Vergleich zu anderen Verfahren[Bearbeiten]

Die MRCP ist im Vergleich zur ERCP nicht-invasiv und somit bedeutend risikoärmer. Es besteht allerdings nicht die Möglichkeit einer therapeutischen Intervention, z. B. zur Gewinnung von histologischem Material oder zur therapeutischen Steinentfernung.[2]

Die MRCP bedarf - im Gegensatz zur ERCP - auch keiner Gabe von Kontrastmittel.

Ein weiteres Verfahren zur Darstellung der Gallenwege und insbesonder zur sensitiven Bildgebung des Pankreaskopfes ist die Endosonografie (EUS).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

  • L. Van Hoe: Atlas of Cross-Sectional and Projective MR Cholangiopancreatography Springer-Verlag, 1998, ISBN 3-540-63831-8

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Gerd Herold et al, Dr. med. Gerd Herold (Hrsg.): INNERE MEDIZIN. 2011, Köln 2011, ISBN 978-3980738460, S. 497.
  2. ADAMEK, H. E. und RIEMANN, J. F.: Magnetresonanz-Cholangio-Pankreatographie (MRCP) S. 285 – 286. (PDF-Datei; 65 kB)
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