Mahmud Ahmad

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Emir Mahmud Ahmad als Gefangener nach der Schlacht am Atbara
Ahmad mit Reginald Wingate nach der Schlacht am Atbara

Emir Mahmud Ahmad war General im Sudan während des Mahdiaufstandes.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mahmud Ahmad befehligte in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts die Westarmee von Kalif Abdallahi ibn Muhammad in Kurdufan und Darfur.

Nachdem die Anglo-Egyptian Nile Expeditionary Force von General Kitchener 1896 Dongola eingenommen hatte, beorderte der Kalif Mahmud Ahmad mit mehr als 10.000 Mann in die Hauptstadt Omdurman. Im frühen Juni 1897 beschloss der Kalif, die Truppen Mahmuds nach Metemmeh, das Gebiet von Kitcheners erwarteten Vormarsch, zu verlegen. Der dort lebende Jaalin-Stamm versagte dem Kalifen die Unterstützung. Am 1. Juli griff Mahmud deshalb mit ca. 12.000 Mann Metemmeh an, eroberte die Stadt und richtete ein Blutbad unter der Bevölkerung an.

Mahmud Ahmad bedrängte Kalif Abdallahi ibn Muhammad, ihn Kitcheners Armee angreifen zu lassen. Erst Anfang Dezember 1897 entschloss sich der Kalif zum Angriff. Streitigkeiten bei der Besetzung des Oberbefehls führten dazu dass nicht, wie geplant, alle Streitkräfte der Mahdisten aufmarschierten, sondern nur Mahmud Ahmads Kontingent. Dieser marschierte mit einer, um Osman Dignas Kontingent verstärkten, 15.000 Mann starken Armee nordwärts zum Zusammenfluss von Nil und Atbara, um Kitchener anzugreifen. Am 8. April kam es zwischen den beiden Armeen zur Schlacht am Atbara. Mahmud Ahmad wurde in der Schlacht geschlagen und geriet in Gefangenschaft.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Winston S. Churchill: Kreuzzug gegen das Reich des Mahdi. Eichborn, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-8218-6204-0, (Die Andere Bibliothek 282), (original: The River War. A Historical Account of the Reconquest of the Soudan. London 1899).