Maizena

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Maizena wird in kaltem Wasser angerührt

Die kurz Maizena genannte Deutsche Maizena GmbH, nach 1918 Deutsche Maizena-Werke AG, war ein Unternehmen, das auf die Herstellung stärkehaltiger Lebensmittel aus Getreide wie etwa Maizena, Mondamin und Weizenin spezialisiert war.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wurde 1916 in Hamburg als Tochtergesellschaft des US-amerikanischen Unternehmens Corn Products Refining Corporation (CPC) gegründet, das bereits 1905 ein Verkaufsbüro in Hamburg zum Vertrieb seiner Stärkeprodukte in Deutschland eröffnet hatte. 1916 wurde Maizena auch als Warenzeichen registriert.[1] Das Unternehmen besaß in Deutschland Fabriken und Vertriebsfilialen in Berlin[2], Hamburg, Barby (erbaut 1922/1923) und Krefeld.

Ab 1922 beteiligte sich Maizena an der Lebensmittelfabrik Knorr in Heilbronn, dessen Aktienmehrheit man 1958 erlangte. 1987 wurde der Firmensitz nach Heilbronn verlegt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verlagerte die westdeutsche Maizena die Produktion von Hamburg nach Krefeld. Auch in der DDR (d. h. im später enteigneten Werk Barby) wurde zunächst unter dem Namen Maizena, nach 1949 unter Maisan weiter produziert.

1998 wurde CPC in Bestfoods umbenannt, im Herbst 2000 wurde Bestfoods in den britisch-niederländischen Konzern Unilever integriert.[3]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Produkt Maizena ist ein aus Mais gewonnenes, von Eiweiß, Fett und Fasern befreites Stärkemehl, das zum Binden und Andicken von Suppen, Saucen und Desserts oder Fondues verwendet wird. Im Gegensatz zu anderen Stärkemehlen wie Kartoffelstärke kann es länger gekocht werden, ohne sich wieder zu verdünnen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichte von Knorr-Caterplan (Memento vom 26. Februar 2008 im Internet Archive) auf der Internetseite von Unilever.
  2. Eintragung im Berliner Handelsregister, Buch B, Vossische Zeitung, 6. Januar 1921, S. 11, Spalte 5 ganz unten.
  3. Internetpräsenz von Knorr, abgerufen am 14. Februar 2013