Manifestationsindex

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Der Manifestationsindex (lat. manifestus ‚offenbar‘ und index ‚Anzeiger‘) gibt anhand einer Maßzahl an, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine mit einem Erreger infizierte Person (oder im weiteren Sinne: ein Lebewesen) manifest, also erkennbar erkrankt.[1][2][3] Der Manifestationsindexes gibt den Prozentsatz derjenigen an, die Symptome einer bestimmten Infektionskrankheit zeigen.[2] Der Manifestationsindex liegt praktisch immer unter 100 %, da nicht jeder Infizierte Symptome nach der Infektion mit einem Pathogen (Krankheitserreger) entwickelt, sondern die Erkrankung klinisch inapparent („nicht in Erscheinung tretend“), das heißt asymptomatisch („ohne Symptome“) verläuft.

Je kleiner der Manifestationsindex, umso mehr Infektionen verlaufen klinisch stumm. Bei Infektionskrankheiten wird in diesem Fall auch von einer stillen Feiung gesprochen, wenn der Organismus dazu in der Lage war, auch eine ausreichende Immunantwort zu bilden. Sofern diese Immunität in späterer Folge nicht wieder verloren geht, ist der Organismus somit vor einer Erkrankung geschützt. Das Prinzip der stillen Feiung wird im Übrigen auch bei der Schutzimpfung angewendet.

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Manifestationsindex beträgt für

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Manifestationsindex - Altmeyers Enzyklopädie - Fachbereich Dermatologie. 12. August 2016, abgerufen am 10. Dezember 2020.
  2. a b c d DocCheck Flexikon: Manifestationsindex, 28. Juni 2007, abgerufen am 15. Januar 2021.
  3. RKI - Coronavirus SARS-CoV-2 - Epidemiologischer Steckbrief zu SARS-CoV-2 und COVID-19. Abgerufen am 10. Dezember 2020.
  4. Manifestationsindex Masern
  5. Manifestationsindex Covid-19
  6. Manifestationsindex Poliomyelitis