Mannheimer Helm

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Der Mannheimer Helm ist ein rings am Rand mit Ornamentbändern verzierter Bronzehelm, der im 19. Jahrhundert im Rhein bei Mannheim gefunden wurde und einem Helmtyp etruskischer Tradition den Namen gab.

Der Waffentyp hat sich trotz des stärkeren Einflusses griechischer Formen bis in die frühe römische Kaiserzeit erhalten und die Bewaffnung der römischen Legionäre geprägt. Auch manche lokale Varianten konnten sich lange halten. Er wird durch das Vorkommen in einem treverischen Kriegergrab aus der Mitte des 1. Jahrhunderts v. Chr. in Trier-Olewig datiert. Seine Fundverteilung (19 Funde) beschränkt sich weitestgehend auf Gallien bis zum Rhein, so dass er Caesars Armee in den Gallienfeldzügen zugeschrieben werden kann, während eine ähnliche Variante im gesamten Mittelmeerbereich verteilt ist, die man daher den anschließenden Bürgerkriegen zuschreibt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karin von Welck und Reinhard Stupperich (Hrsg.): Italien vor den Römern: Aus der Antikensammlung des Reiss-Museums Mannheim. von Zabern, Mainz 1996, S. 64–65