Manus manum lavat

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Skulptur von Guido Messer in Stuttgart: Manus manum lavat

Manus manum lavat (deutsch: „Eine Hand wäscht die [andere] Hand“) ist ein lateinisches Sprichwort. Es ist die Übersetzung eines Verses des griechischen Komödiendichters Epicharm durch Seneca in seinem satirischen Werk Apocolocyntosis. Dort lautet die Fortsetzung: „[…] gib etwas und du bekommst etwas.“

Eine Übertragung ins Deutsche findet sich bei Goethe im Gedicht Wie du mir, so ich dir: „Hand wird nur von Hand gewaschen, wenn du nehmen willst, so gib.“, wenngleich die Bedeutung dessen nicht vollends dem lateinischen Original entspricht.

Heutzutage ist bei der Verwendung des Sprichwortes der eigentliche inhaltliche Begriff enger zu betrachten.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Köln kennt man im Zusammenhang mit dem „Kölsche Klüngel“ (Man kennt sich, und man hilft sich) noch eine andere, sehr freie Übersetzung von Manus manum lavat; sie lautet: „Die eine Hand darf nicht wissen, wen die andere wäscht“.

In einem gleichnamigen Lied von Saltatio Mortis wird die mit diesem Prinzip verbundene „Korruption und Kungelei“ kritisiert.