Marcus Leifeld

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Marcus Leifeld, 2015

Marcus Leifeld (* 1968) ist ein deutscher Historiker. Er hat zahlreiche Arbeiten zur Geschichte des Kölner Karnevals veröffentlicht.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leifeld studierte Neuere und Neueste Geschichte, Kunstgeschichte und Historische Hilfswissenschaften und Archivkunde an der Universität Bonn. 1995 legte er eine Magisterarbeit zum Thema „Vier Kurkölnische Erste Minister. Prosopographische Studien zu Politik und Gesellschaft des Alten Reiches“ vor und wurde wissenschaftliche Hilfskraft der Bibliothek des Historischen Seminars der Universität Bonn.

Leifeld arbeite als Historiker für das Kölnische Stadtmuseum und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der fünf Traditionscorps Kölsche Funke rut-wieß vun 1823, Kölner Funken-Artillerie Blau-Weiß von 1870, Prinzen-Garde Köln 1906, EhrenGarde der Stadt Köln 1902 und Altstädter Köln 1922.

Heute arbeitet er als Referent für Provenienzforschung im Dezernat für Kunst und Kultur der Stadt Köln.[1]

Leifeld war Kurator der Ausstellung „Kölle Alaaf unterm Hakenkreuz. Karneval zwischen Unterhaltung und Propaganda“ (18. November 2011 bis 1. April 2012) im NS-Dokumentationszentrum Köln. 2012 promovierte er an der Universität Bonn über den Kölner Karneval in der Zeit des Nationalsozialismus.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • (Hrsg.; zusammen mit Michael Euler-Schmidt): Die Prinzen-Garde Köln. Eine Geschichte mit Rang und Namen 1906–2006. Bachem, Köln 2006, ISBN 3-7616-1957-X.
  • (Hrsg.; zusammen mit Michael Euler-Schmidt): Der Kölner Rosenmontagszug 1823–1948. Bachem, Köln 2007, ISBN 978-3-7616-2062-5.
  • (Hrsg.; zusammen mit Michael Euler-Schmidt): Der Kölner Rosenmontagszug 1949–2009. Bachem, Köln 2009, ISBN 978-3-7616-2146-2
  • (zusammen mit Carl Dietmar): Alaaf und Heil Hitler. Karneval im Dritten Reich. Herbig, München 2010, ISBN 978-3-7766-2630-8
  • Der Kölner Karneval in der Zeit des Nationalsozialismus. Eine Studie zur Interaktion von lokalen Herrschaftsträgern und Gesellschaftseliten. Universität zu Bonn 2012 (Dissertation).
  • Der Kölner Karneval in der Zeit des Nationalsozialismus Vom regionalen Volksfest zum Propagandainstrument der NS-Volksgemeinschaft (= Schriftenreihe des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, Band 18). Emons, Köln 2015, ISBN 978-3-95451-405-2.

Artikel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • (zusammen mit Michael Kaiser und Andreas Rutz): Ein Kurfürst macht noch keine Epoche. Eine Standortbestimmung der Frühneuzeitforschung im Rheinland. In: Geschichte in Köln 50 (2003), S. 55–87.
  • Ferdinand Graf von Plettenberg und Wittern als kurkölnischer „premier ministre et favori de l’électeur“. In: Michael Kaiser, Andreas Pečar (Hrsg.): Der zweite Mann im Staat. Oberste Amtsträger und Favoriten im Umkreis der Reichsfürsten in der Frühen Neuzeit. Duncker und Humblot, Berlin 2003, S. 77–100.
  • „Was interessiert den kölschen Funken schon das lächerliche Welttheater?“ Ein Kölner Verein zwischen Traditionen und nationalsozialistischer Gleichschaltung. In: Heinz-Günther Hunold (Hrsg.): Vom Stadtsoldaten zum Roten Funken. Militär und Karneval in Köln. Greven, Köln 2005, S. 247–282.
  • (zusammen mit Jürgen Müller): Kölner Karneval zwischen Unterhaltung und Propaganda. Alaaf unterm Hakenkreuz. In: NRhZ-Online – Neue Rheinische Zeitung, Online-Flyer Nr. 329 vom 23. November 2011.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Marcus Leifeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marcus Leifeld: Der Kölner Karneval in der Zeit des Nationalsozialismus Vom regionalen Volksfest zum Propagandainstrument der NS-Volksgemeinschaft. In: Schriftenreihe des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln. 1. Auflage. Band 18. Emons, Köln 2015, ISBN 978-3-95451-405-2, S. U4.