Margaretha Susanna von Kuntsch

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Margaretha Susanna von Kuntsch

Margaretha Susanna von Kuntsch, geb. Förster, (* 7. September 1651 in Allstedt; † 27. März 1717 in Altenburg) war eine deutsche Schriftstellerin.

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Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Margaretha Susanna von Kuntsch wurde als Tochter eines Juristen und Hofbeamten in Allstedt geboren und wuchs in Altenburg auf. In ihrer Jugend erhielt sie zeitweise Unterricht in Latein und Französisch, der jedoch bald als unpassend für ein Mädchen des mittleren Standes angesehen wurde. Sie wurde nun in allen christlichen Tugenden und weiblichen Arbeiten unterrichtet. Am 24. August 1669 heiratete sie den Hofrat Christoph von Kuntsch (1640–1724), mit dem sie erst nach Eisleben und später wieder nach Altenburg zog, wo sie den Rest ihres Lebens verbrachte und 1717 starb.

Margaretha Susanna von Kuntsch schrieb zahlreiche Gedichte, die sich häufig mit dem Tod ihrer Kinder befassten. Von acht Söhnen und sechs Töchtern überlebte nur eine Tochter. Die lyrischen Gattungen sind dabei vielfältig. Neben Madrigalen, Sonetten und Oden finden sich auch Kantaten und sogar eine Operette in ihrem Werk wieder. Nach dem Tod Margaretha Susanna von Kuntschs veröffentlichte ihr Enkel Christoph Gottlieb Stockmann 1720 ihre Gedichte.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sämmtliche Geist- und weltliche Gedichte 1720

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gisela Brinker-Gabler: Deutsche Dichterinnen vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Fischer, Frankfurt am Main 1978, S. 100–105, ISBN 3-596-21994-9.
  • Anna Carrdus (Hrsg.): Das „weiblich Werck“ in der Residenzstadt Altenburg 1672–1720. Gedichte und Briefe von Margaretha Susanna von Kuntsch und Frauen aus ihrem Umkreis. Olms, Hildesheim [u.a.] 2004, ISBN 3-487-12531-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]