Mariä Himmelfahrt (Amt Neuhaus)

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Kirche

Die Kirche Mariä Himmelfahrt ist die katholische Kirche in Neuhaus, einem Ortsteil der Gemeinde Amt Neuhaus im Landkreis Lüneburg in Niedersachsen. Sie ist eine Filialkirche der Pfarrgemeinde St. Maria Königin vom hl. Rosenkranz mit Sitz in Bleckede, im Dekanat Lüneburg. Sie ist die einzige im ehemaligen Staatsgebiet der Deutschen Demokratischen Republik gelegene Kirche, die heute zum Bistum Hildesheim gehört. Die Kirche ist nach dem Marienfest Mariä Aufnahme in den Himmel benannt und befindet sich in der Kirchstraße 30.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach 1945 wurde aus der Lüneburger Pfarrgemeinde St. Marien der Seelsorgebezirk Neuhaus/Elbe ausgegliedert. Am 1. November 1951 erfolgte die Benediktion der neuerbauten Kirche durch den Hildesheimer Bischof Joseph Godehard Machens. Sie gehörte auch während der DDR zum westdeutschen Bistum Hildesheim und war Sitz einer Kuratie, war jedoch dem Apostolischen Administrator von Schwerin unterstellt. Die Kirche hatte lange einen eigenen Geistlichen, später wurde sie vom Priester der Kirchengemeinde Herz Jesu aus Lübtheen mit betreut.

Seit 2002 gehört die Kirche zur Pfarrgemeinde St. Maria Königin vom hl. Rosenkranz in Bleckede, jedoch hat noch bis zum 31. Januar 2003 der Pfarrer aus Lübtheen seelsorgliche Aufgaben in Neuhaus wahrgenommen.[1]

Architektur und Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die in knapp 15 Meter Höhe über dem Meeresspiegel gelegene Kirche wurde nach Plänen von Josef Fehlig erbaut, ausgeführt als turmloser Langhausbau. Bemerkenswert ist das großflächige Wandgemälde an der Rückwand des Altarraums, es stammt aus der Anfangszeit der Kirche und zeigt die Aufnahme Marias in den Himmel.

Kirchen des Bistums Hildesheim in der DDR[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Existenz der DDR gehörten sechs Kirchen auf dem Staatsgebiet der DDR zum Bistum Hildesheim, waren jedoch in der DDR residierenden Apostolischen Administratoren unterstellt. Die Kirche in Neuhaus dem Administrator in Schwerin, die Kirchen in Blankenburg, Elbingerode, Hasselfelde und Hessen dem Administrator in Magdeburg, und die Kirche in Niedersachswerfen dem Administrator von Erfurt und Meiningen. Nur die Kirche in Neuhaus gehört noch heute zum Bistum Hildesheim, die anderen Kirchen gehören heute zu den seit dem 8. Juli 1994 bestehenden Bistümern Magdeburg und Erfurt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Willi Stoffers: Bistum Hildesheim heute. Hildesheim 1987, ISBN 3-87065-418-X, S. 156–157

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bischöfliches Generalvikariat in Hildesheim (Hrsg.): Kirchlicher Anzeiger. Nr. 5/2003, Hildesheim 2003, S. 120, 123

Koordinaten: 53° 17′ 8,5″ N, 10° 56′ 12,8″ O