Marianne Lüdeke

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Marianne Lüdeke, auch Marianne Lüdecke, (* vor 1850; † frühestens 1912)[1] war eine deutsche Opernsängerin (Sopran).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1866 wurde Marianne Lüdecke nach Karlsruhe ans großherzogliche Hoftheater engagiert.[2] Der Deutsche Bühnen-Almanach von 1869 erwähnt Lüdeke noch als Karlsruher Ensemblemitglied;[3] etwa um diese Zeit wechselte sie aber ihren Wirkungsort und ging ans Schweriner Hoftheater.[4] Dort wirkte sie von 1868 bis 1871. Sie absolvierte 1871 ein Gastspiel auf Engagement als Fidelio in München und stand dort auch als Gräfin in Figaros Hochzeit auf der Bühne. Ein Münchner Kritiker äußerte sich nicht durchwegs begeistert, schrieb aber: „Wir glauben, daß Frl. Lüdeke das Material zur dramatischen Sängerin besitzt, und daß sie bei richtiger Anleitung, schließlich der Hofbühne eine gute Acquisition sein dürfte.“[5] Später war Lüdeke Primadonna am Hoftheater in Coburg-Gotha, das sie wohl 1874 verließ.[6]

Die dramatische Sängerin war Schumanns erste „Genoveva“ (UA: 25. Juni 1850) in der gleichnamigen Oper. Von ihren erfolgreichen Darbietungen sind „Fidelio“, „Elisabeth“, „Donna Anna“ und „Valentine“ zu nennen. Bereits vor der Jahrhundertwende lebte sie in Berlin, dort bis mindestens 1912.[1] Zu ihren Schülerinnen in Berlin gehörte Margarete Steiner.[7]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Marianne Lüdeke Brief vom 13. Oktober 1912 (books.google.de).
  2. A. Entsch (Hrsg.): Deutscher Bühnen-Almanach. Einunddreißigster Jahrgang. Berlin 1867, S. 163.
  3. A. Entsch (Hrsg.), Deutscher Bühnen-Almanach. Dreiunddreißigster Jahrgang. Berlin 1869, S. 177.
  4. Helene Tank-Mirow, Geschichte des Schweriner Hoftheaters 1855–1882. In: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. Band 88 (1924), S. 59–110, hier S. 105 (mvdok.lbmv.de).
  5. Der neue Kunstfreund. 10. April 1871, S. 83.
  6. Bartholf Senff (Hrsg.): Dur und Moll – Gotha, 3. Feb. In: Signale für die musikalische Welt. 1874, S. 147 (Textarchiv – Internet Archive).
  7. Franz Brümmer: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Band 7., 6. Aufl. Leipzig 1913, S. 45 (deutschestextarchiv.de); Brümmer schreibt Lüdekes Nachnamen mit ck. Mit ebendieser Schreibung findet sich ihr Name u. a. auch in der Geschichte des Schweriner Hoftheaters, S. 105.