Marx-Engels-Stiftung

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Das Haus, in dem sich die Geschäftsstelle befindet

Die Marx-Engels-Stiftung e. V. ist ein politischer Verein in Deutschland. Sie wurde 1970 gegründet und hat ihren Sitz in Wuppertal. Erster Vorsitzender war Richard Kumpf (1922–2013). Politisch steht sie der DKP nahe, ist jedoch parteiunabhängig. Die Mitglieder stammen mehrheitlich aus der DKP oder anderen traditionell-marxistisch orientierten Zusammenschlüssen.[1]

Ziele und Projekte[Bearbeiten]

Laut Satzung sieht der Verein seine Aufgabe darin, „das wissenschaftliche Werk von Karl Marx und Friedrich Engels und seine geschichtliche Wirksamkeit zu erforschen – durch Sammlung und Erforschung ihres wissenschaftlichen Nachlasses und ihres Lebens und Wirkens; durch wissenschaftliche Seminare, Symposien, Kolloquien und andere wissenschaftliche Veranstaltungen; durch Veröffentlichungen“.[2]

Oft kooperiert er dabei mit anderen Einrichtungen aus dem In- und Ausland. So war sie Mitveranstalterin der Konferenz „Marxismus für das 21. Jahrhundert“ vom 20. bis 22. April 2007 in Berlin. In einer Reihe von Städten kooperiert der Verein mit den Marxistischen Abendschulen (MASCH). Im Mittelpunkt der Arbeit steht derzeit vor allem das „Projekt Klassenanalyse@BRD“, das Struktur- und Bewusstseinsveränderungen der Arbeiterklasse in den letzten Jahren und Jahrzehnten untersucht.

Finanzierung[Bearbeiten]

„Der Verein finanziert sich aus Beiträgen seiner etwa 40 Mitglieder und aus Spendengeldern einer ca. 500 Personen starken Fördergesellschaft“.[1]

Publikationen[Bearbeiten]

In unregelmäßigen Abständen gibt der Verein Protokollbände zu Veranstaltungen sowie Monographien, vor allem zu Fragen der Geschichte der Arbeiterbewegung, heraus. Eine eigene Schriftenreihe der Marx-Engels-Stiftung ISSN 0934-1888 (zuletzt im Verlag Pahl-Rugenstein Nachf.) erscheint seit 1999 nicht mehr.

Eine gewisse Aufmerksamkeit im linken Spektrum erregte im Jahr 2008 der Band Konturen eines zukunftsfähigen Marxismus. Die bisher vier Sammelbände mit den Beiträgen des Projekts Klassenanalyse@BRD sind im Neue Impulse Verlag Essen erschienen. Beiträge von Mitgliedern des Vereins erscheinen zudem häufig in der theoretischen Zeitschrift Marxistische Blätter sowie in der linken Tageszeitung junge Welt.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Bundesministerium des Innern: Verfassungsschutzbericht 2009 - Vorabfassung, S.162 (PDF; 4,3 MB)
  2. www.marx-engels-stiftung.de