Mastopexie

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Mastopexie ohne Implantate: links vorher, rechts danach

Die Bruststraffung oder Mastopexie ist ein Verfahren zum Anheben und Neuformen von erschlafften, hängenden Brüsten.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Mastopexie werden, abhängig von der verwendeten Technik, tief stehende Brustwarzen teils ebenfalls in eine höhere, "jugendliche" Position gebracht und dabei oft auch verkleinert. Es kann sein, dass bei einer kleinen Brust, beispielsweise bei Volumenverlust nach Schwangerschaft, gleichzeitig auch eine Vergrößerung der Brust gewünscht wird. Dies kann durch Brustimplantate erreicht werden, die bei einer Operation mit der Bruststraffung eingebracht werden können.

Durch die Operation können Form, Festigkeit und Größe der Brust verändert werden. Außerdem können durch die Operation stärkere Ungleichheiten der Brust (Asymmetrien) ausgeglichen werden. Die Stillfähigkeit wird durch die Bruststraffung in der Regel nicht eingeschränkt. Bei der Planung einer Bruststraffung ist jedoch zu beachten, dass eine weitere Schwangerschaft erneut zu einer Erschlaffung der Brüste führen kann, sodass eine Verschiebung der Operation auf einen späteren Zeitpunkt sinnvoll sein kann. Grundsätzlich sind die Ergebnisse einer Mastopexie aber nicht von Dauer, die Langzeitergebnisse wenig überzeugend.[1]

Der Narbenverlauf entspricht dem der Brustverkleinerung, d. h. um den Warzenhof und senkrecht bis in die untere Brustfalte, je nach Technik zusätzlich in umgekehrter T- oder L–Form in der Brustfalte verlaufend.

Vor jeder Operation steht die umfassende Aufklärung über mögliche Komplikationen und Therapiemöglichkeiten durch den plastischen Chirurgen.

Techniken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Round-block-Technik
  • Überkreuztechnik

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rekonstruierende Brustchirurgie ist mindestens seit 1669 schriftlich dokumentiert. 1854 beschrieb Alfred-Armand-Louis-Marie Velpeau ausführlich die Ptosis der weiblichen Brust.[2] Ende des 19. Jahrhunderts wurden Techniken der Mastopexie erstmals beschrieben, so bei Michel Pousson[3] und Verchère.[4] In Deutschland führte Dehner erstmals eine Mastoplexie durch.[5] Bis zu den späten 1930ern wurden die Technikern verfeinert, u. a. von Erich Lexer und Hans Kraske (Lexer-Kraske-Mammaplastie).[6]Moderne Techniken wurden u. a. von Strombeck[7] und McKissock[8] begründet. Die Round-block-Technik wurde 1990 von Louis Benelli eingeführt.[9][2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfred Berger, Robert Hierner: Plastische Chirurgie: Mamma. Stamm. Genitale. Springer, 2007. ISBN 9783540688426. S. 139ff.
  • Manfred Kaufmann, Ismail Jatoi, Jean-Yves Petit (Hrsg.): Atlas der Brustchirurgie. Springer, 2008. ISBN 978-3-540-48882-8. S. 116ff.
  • Werner L. Mang (Hrsg.): Tipps und Tricks für den ästhetisch-plastischen Chirurgen: Problemlösungen von A - Z. Springer, 2007. ISBN 3-540-28409-5. S. 119ff.
  • Melvin A. Shiffman (Hrsg.): Mastopexy and Breast Reduction: Principles and Practice. Springer Science & Business Media, 2009. ISBN 978-3-540-89873-3.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kaufmann: Atlas der Brustchirurgie. S. 116
  2. a b Jorge de la Torre, James Long, Luis Vásconez: History of Mastopexy. In: Shiffman: Mastopexy and Breast Reduction: Principles and Practice. S. 43ff.
  3. Michel Pousson De la mastopexie. In: Bulletin et memoires de la Societe des chirurgiens de Paris 23, 1897. S. 507
  4. F. Verchère: Mastopexie laterale contre la mastoptose hypertrophique. In: Médicine moderne 9, 1898. S. 540f.
  5. J. Dehner: Mastopexie zur Beseitigung der Haengebrust. In: Münchner Medizinische Wochenschrift 55, 1908. S. 1878f.
  6. Ivo Pitanguy: Aesthetic Plastic Surgery of Head and Body. Springer Science & Business Media, 2012. ISBN 978-3-642-66910-1. S. 4f.
  7. J.O. Strombeck: Mammaplasty: Report of a new technique based on the two-pedicle procedure. In: British Journal of Plastic Surgery 13, April 1960. S. 79-90
  8. P.K. McKissok: Reduction mammaplasty by the vertical bipedicle flap technique. Rationale and results. In: Clinics in Plastic Surgery 3, 1976. S. 309–320
  9. Louis Benelli: A new periareolar mammaplasty: The “round block” technique. In: Aesthetic Plastic Surgery Dezember 1990, Volume 14, Issue 1. S. 93-100
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