Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern

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Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern
Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern
Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern
Kategorie: Forschungseinrichtung
Träger: Max-Planck-Gesellschaft
Rechtsform des Trägers: Eingetragener Verein
Standort der Einrichtung: Bonn
Art der Forschung: Grundlagenforschung
Fächer: Volkswirtschaftslehre, Rechtswissenschaft, Psychologie
Leitung: Christoph Engel und Martin Hellwig

Das Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern wurde 2004 gegründet. Es ist eines von 83 Instituten der Max-Planck-Gesellschaft (Stand Juli 2014) und dort in der geistes-, sozial- und humanwissenschaftlichen Sektion vertreten. Das Institut hat seinen Sitz in der ehemaligen Residenz des ägyptischen Botschafters im Bonner Ortsteil Gronau (Kurt-Schumacher-Straße 10).

Das Institut ging hervor aus der seit 1997 unter der Leitung von Christoph Engel arbeitenden Projektgruppe Recht der Gemeinschaftsgüter. Die Projektgruppe wurde als Teil der Ausgleichsmaßnahmen für den Umzug der Bundeshauptstadt nach Berlin gegründet.[1] Engel ist seit Bestehen des Instituts Direktor. Zweiter Direktor ist seit April 2004 der Ökonom Martin Hellwig. Vorgängerin war die Politologin Adrienne Héritier.

Forschungsgegenstand des Max-Planck-Instituts sind einerseits Güter, die nicht marktwirtschaftlich gehandelt werden, wie zum Beispiel die natürlichen Lebensgrundlagen Luft, Wasser, Boden. Andererseits beschäftigt sich das Institut mit öffentlichen Gütern, von deren Versorgung niemand ausgeschlossen werden kann, wie Energie, Abfallentsorgung und Telekommunikation. Das Institut verfolgt dabei einen interdisziplinären Ansatz: Neben Recht und Ökonomie sind Politikwissenschaft und Psychologie vertreten. Für das Tool "JournalTouch", das Mitte 2014 eingeführt wurde, wurde die Bibliothek des MPI für Gemeinschaftsgüter mit dem Preis "Zukunftsgestalter in Bibliotheken" des Jahres 2015 ausgezeichnet.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. siehe Marion Kazemi, Eckart Henning: Chronik der Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften. 1911–2011 (= 100 Jahre Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Gesellschaft 
zur Förderung der Wissenschaften. Teil I). Duncker und Humblot, Berlin 2011, ISBN 978-3-428-13623-0, S. 700
  2. siehe Gewinner des Preises “Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2015” ausgezeichnet, Pressemeldung vom 29. Mai 2015, abgerufen 21. November 2015

50.7169805555567.1264972222222Koordinaten: 50° 43′ 1,1″ N, 7° 7′ 35,4″ O