Medizinhistorisches Museum am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

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Medizinhistorisches Museum am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistraße 52, Gebäude N 30 (Hamburg-Eppendorf).jpg
Fritz Schumacher-Haus (Gebäude N 30)
Daten
Ort Hamburg-Eppendorf
Eröffnung 2010
Betreiber Institut für Geschichte und Ethik der Medizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Website Medizinhistorisches Museum, abgerufen am 23. Februar 2017.

Das im Oktober 2007[1] gegründete Medizinhistorische Museum am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf wurde im Juni 2010 eröffnet. Es steht unter der Ägide des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin. Das Museum bietet eine Dauerausstellung, regelmäßig Sonderausstellungen, Tagungen, Vortragsreihen, Workshops und Lesungen an.

Das Museum befindet sich im Fritz Schumacher-Haus des Universitätsklinikums, Martinistraße 52, Gebäude N30.

Aufgabenstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dauerausstellung, Die Entstehung der modernen Medizin, des Medizinhistorischen Museums dokumentiert die Medizingeschichte des 19. bis 21. Jahrhunderts. Erkenntnisse in der Forschung und Behandlung von Krankheiten durch Physik und Chemie, Mikroskopie, Zusammenspiel von Labor sowie Klinik werden im Zeitablauf dargestellt.[2]

Dauerausstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erläuterungen zur Geschichte der Mikroskopie und der Medizintechnik machen deutlich, welche revolutionären Einflüsse diese Verfahren auf die medizinische Forschung, Diagnostik und Therapie hatten. Ein Ausstellungsbereich zeigt einige der seinerzeit für angehende Mediziner zu Ausbildungszwecken eingesetzten Moulagen und anatomischen Modelle. Weitere Themen der Ausstellung sind die Infektionskrankheit Tuberkulose und das Fachgebiet der Zahnmedizin. Im Blickpunkt steht außerdem die Stadt Hamburg, die sich als Hafen- und Handelsstadt im Laufe der Zeit vielen medizinischen Herausforderungen zu stellen hatte. Darüber hinaus wird die Geschichte des Universitätsklinikums in der Ausstellung thematisiert, sowohl anhand der Baugeschichte des Krankenhauses als auch bezogen auf die Krankenpflege in diesem.[3][4]

Moulagensammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herausragend ist die Moulagensammlung des Museums. Moulagen sind dreidimensionale Wachsmodelle von Krankheiten der Haut. Die Sammlung umfasst 600 Exponate unterschiedlicher Herstellungszeiten und Provenienzen. Darunter sind auch Wachsbilder der Erkrankung Syphilis.[5]

Raum der Mikroskopie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Raum der Mikroskopie werden Licht- und Elektronenmikroskopie dargestellt. Mit diesen ist es möglich, krankhafte Veränderungen und Krankheitserreger zu untersuchen.[6] Die Funktionsweise des Lichtmikroskops von Antoni van Leeuwenhoek wird dargestellt.[7]

Sektionssaal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kernstück des Medizinhistorischen Museums ist der restaurierte Sektionssaal des Pathologischen Instituts aus dem Jahr 1926. Er enthält acht steinerne Sektionstische zur Untersuchung der Körper von Verstorbenen in einem lichtdurchfluteten Raum.[8]

Medizinstudium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der anatomischen Lehrsammlung werden Größe, Form und Lage der menschlichen Körperorgane anhand von Modellen dargestellt.[9]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Medizinhistorisches Museum Hamburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. UKE-Professoren gründen Medizin-Museum. In: Hamburger Abendblatt vom 5. Dezember 2007.
  2. Medizinhistorisches Museum Hamburg, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Hrsg.): Die Geburt der modernen Medizin. Dauerausstellung des Medizinhistorischen Museums Hamburg. Faltblatt von ca. 2016.
  3. Britta-Marie Schenk: Ausstellungs-Rezension zu Die Geburt der modernen Medizin, abgerufen am 23. Februar 2017.
  4. Eckart Roloff und Karin Henke-Wendt: Top-Museum unter historischen Dächern. (Medizinhistorisches Museum Hamburg) In: Besuchen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Eine Tour durch Deutschlands Museen für Medizin und Pharmazie. Band 1, Norddeutschland. Verlag S. Hirzel, Stuttgart 2015, S. 61-63, ISBN 978-3-7776-2510-2.
  5. Medizinhistorisches Museum Hamburg, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Hrsg.): Die Geburt der modernen Medizin. Dauerausstellung des Medizinhistorischen Museums Hamburg. Faltblatt von ca. 2016.
  6. Medizinhistorisches Museum Hamburg, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Hrsg.): Die Geburt der modernen Medizin. Dauerausstellung des Medizinhistorischen Museums Hamburg. Faltblatt von ca. 2016.
  7. Uschi Pfündner: Besuch des Medizinhistorischen Museums. In: Hohenfelder Bürgerverein von 1833 r. V. (Hrsg.): Rundschau, S. 6-7.
  8. Uschi Pfündner: Besuch des Medizinhistorischen Museums. In: Hohenfelder Bürgerverein von 1833 r. V. (Hrsg.): Rundschau, S. 6-7.
  9. Medizinhistorisches Museum Hamburg, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Hrsg.): Die Geburt der modernen Medizin. Dauerausstellung des Medizinhistorischen Museums Hamburg. Faltblatt von ca. 2016.

Koordinaten: 53° 35′ 37,4″ N, 9° 58′ 36,6″ O