Meeresbiologie

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Die Meeresbiologie oder biologische Meereskunde ist ein Teilgebiet der Biologie bzw. der Meereskunde. Sie stellt zugleich auch ein spezielles Gebiet der Ökologie dar und befasst sich mit den Lebewesen und Lebensvorgängen in marinen Lebensräumen, also in den Ozeanen und Meeren.

Gegenstand und Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kennzeichnend für marine Lebensräume sind in erster Linie die Eigenschaften des Wassers wie Salzgehalt (Salinität), Temperatur (tiefen- und klimaabhängig) sowie Licht und Strömungsverhältnisse. Folgende Großlebensräume können unterschieden werden:

Die Feldforschung in der Meeresbiologie wird insbesondere mit Forschungsschiffen durchgeführt. Auch die Fischerei liefert mit ihren Beifängen Material für wissenschaftliche Untersuchungen. Die oberen Wasserzonen des Meeres können auch durch Tauchgänge erschlossen werden. Für direkte Beobachtungen in tieferen Meeresschichten werden U-Boote und Tauchroboter eingesetzt.

Forschungsprojekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein zentrales Projekt war das Census of Marine Life (Laufzeit 2000–2010). In diesem Rahmen entstand das Ocean Biogeographic Information System (OBIS), eine freie internationale Datenbank im Internet, die alle Meereslebewesen erfassen soll. Im Juni 2011 waren hier 31,3 Millionen Einträge zu 116.600 Arten geführt. Wissenschaftler schätzen, dass bis 2008 etwa 230,000 marine Lebewesen bekannt waren.[1] Man vermutet ein Gesamtartenvorkommen zwischen 1 Million und 10 Millionen Spezies. Im Schnitt werden pro Woche drei neue Arten dokumentiert. Zu jeder Art werden u. a. Verbreitungskarten erstellt. An der OBIS-Datenbank beteiligt sind 500 Institutionen aus 56 Ländern.[2]

Bedeutende Meeresbiologen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtige Institute der Meeresforschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.sciencedaily.com/releases/2008/06/080625122958.htm
  2. Statistik und Chronologie auf der Internetseite des OBIS, abgerufen am 3. Januar 2017