Merline Johnson

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Merline Johnson (geboren als Merline Baker, * ca. 1912 oder 1918; † unbekannt[1]) war eine US-amerikanische Blues-Sängerin, die in den 1930er- und 1940er-Jahren als The Yas Yas Girl bekannt war.[2]

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Merline Johnson war eine Tante von LaVern Baker und wuchs in Carrington im Callaway County (Missouri) auf. Erste Aufnahmen entstanden 1937, wobei sie von Eddie Miller (Piano) begleitet wurde („Make Me a Pallet On the Floor“ und „I'm Leaving You“[3]). Zu ihren bekanntesten Songs gehörten „I'll Try to Forget“, der nach dem Zweiten Weltkrieg von Piano Red als „Goodbye“ gecovert wurde,[4] „Good Old Easy Street“ und „Sold It To The Devil“. Insgesamt nahm Johnson bis 1941 u. a. für Vocalion und Conqueror Records über neunzig Songs auf, meist Juke Joint Songs wie „Don't You Make Me High“, „I'd Rather Be Drunk“ und „Love With a Feeling“.[5] Bei ihren Aufnahmen wurde sie u. a. von Blues- und Jazz-Musikern wie Big Bill Broonzy, Lonnie Johnson, Josh Altheimer, Fred Williams, Blind John Davis, Buster Bennett und Punch Miller begleitet. Ihre letzten Plattenaufnahmen entstanden 1947, blieben aber zunächst unveröffentlicht.

Diskographische Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • The Yas Yas Girl (1937-1947) (Document)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "Day 140: Merline Johnson " (Memento vom 28. Dezember 2013 im Internet Archive)
  2. Künstlernamen wie Yas Yas Girl (Merlien Johnson) oder Yas Yas Man (Jimmy Strange), vor allem aber vielfach aufgenommene Titel wie The Duck's Yas Yas Yas (u. a. von Stump Johnson, Tampa Red, Georgia Tom) oder Blind Boy Fuller's Get Yer Yas Yas Out, spielten mit sprachlichen Tabuzonen und umgingen die Zensur mit Ausdrücken wie Dirty Mother for You (die durch die Verschiebung des ck ins klangliche Nirgendwo die Schmährede motherfucker tarnte) oder eben Yas yas yas (für ass) Vgl. Thema Nr. 1: Sex und populäre Musik, herausgegeben von Dietrich Helms, Thomas Phleps, 2014, S. 55
  3. Tom Lord The Jazz Discography (online, abgerufen 6. Januar 2014)
  4. Bob L. Eagle, Eric S. LeBlanc Blues: A Regional Experience. 2013, Seite 140
  5. Tony Russell: The Blues - From Robert Johnson to Robert Cray. Dubai: Carlton Books Limited, 1997, S. 127 ISBN 1-85868-255-X