Methusalem-Maus-Preis

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Der Preis der Methusalem-Maus (oder Methuselah Mouse Prize, M Prize) war ein Wettbewerbspreis für Forscher, die versuchen, die Lebensdauer von Hausmäusen künstlich zu verlängern. Dabei sollten Erkenntnisse auch über den menschlichen Alternsprozesse gefunden werden. Das Wort leitet sich vom biblischen Methusalem ab, dem ein hohes Alter zugeschrieben wurde. Dementsprechend ist eine Methusalem-Maus eine Maus sehr hohen Mäuse-Alters.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gefördert werden sollten Forschungen mit dem Ziel, die menschliche Lebenserwartung zu erhöhen, das Altern zu bremsen und die Alterskrankheiten zu besiegen. Entsprechende Forschungsfelder sind die Gerontologie und die Biogerontologie.

Der Preis ist 2003 von Aubrey de Grey erdacht und gegründet worden. Er war vom Ansari X-Prize inspiriert und war mit über vier Millionen US-Dollar dotiert, die als Spenden gesammelt worden sind.

Jeder neue Langlebigkeitsrekord sollte nach der Formel prämiert werden, wobei die Verbesserung gegenüber dem alten Rekord in Tagen ist und der alte Rekord in Tagen.[1] Eine Verdopplung des bisherigen Altersrekordes würde also den halben Jackpot gewinnen. Ein zweiter Preis war gedacht für Forscher, die die Mäuse erst in höherem Lebensalter behandelt haben.

Preisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2013 stand der Rekord bei 1819 Tagen (knapp fünf Jahre) nach einer Genmanipulation. Preisträger war eine Arbeitsgruppe um Andrzej Bartke.[2] Die normale Lebenserwartung für den verwendeten Mäusestamm liegt bei rund drei Jahren.

Einen Preis für Verjüngung (rejuvenation) erhielt Stephen Spindler. 2009 erhielt Z. Dave Sharp einen Sonderpreis für die Verlängerung des Lebens von bereits betagten Mäusen mittels Rapamycin.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Longevity Prize, eine mit 20.000 Euro (Stand 2012) dotierte wissenschaftliche Auszeichnung auf dem Gebiet der Erforschung der Langlebigkeit.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. The Mprize. Knowledge Ecology International, abgerufen am 15. Oktober 2016.
  2. Andrzej Bartke, Holly Brown-Borg: Life Extension in the Dwarf Mouse. In: Current Topics in Developmental Biology. Band 63, 2004, S. 189–225, doi:10.1016/s0070-2153(04)63006-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]