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Meyer-Zitrone

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Meyer-Zitrone

Meyer-Zitrone (Citrus ×meyeri)

Systematik
Malviden
Ordnung: Seifenbaumartige (Sapindales)
Familie: Rautengewächse (Rutaceae)
Unterfamilie: Aurantioideae
Gattung: Zitruspflanzen (Citrus)
Meyer-Zitrone
Wissenschaftlicher Name
Citrus ×meyeri
Tanaka

Die Meyer-Zitrone (Citrus ×meyeri, Citrus ×limon 'meyeri' bzw. Citrus ×jambhiri 'Meyer') ist eine Pflanze aus der Gattung der Zitruspflanzen (Citrus) innerhalb der Familie der Rautengewächse (Rutaceae). Sie ist eine aus China stammende Hybride zwischen Zitrone und Orange oder Mandarine.

Vegetative Merkmale

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Die Meyer-Zitrone ist ein kleinbleibender, ausladender, immergrüner Baum. Sie ist schwach bedornt. Die Laubblätter sind klein.[1.1]

Generative Merkmale

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Die Blüten besitzen eine doppelte Blütenhülle.[1.1]

Die Früchte sind Hesperidien, wie bei allen Vertretern der Gattung Citrus.[2] Sie sind eiförmig bis umgekehrt-eiförmig oder gestreckt. Der Durchmesser in Längsrichtung beträgt 6,0 bis 8,6 Zentimeter, in Querrichtung 5,7 bis 7,3 Zentimeter. Die Schale ist glatt mit kleinen Einkerbungen, gelegentlich längs leicht geriffelt, hell-orange und etwa 3 bis 6 Millimeter dick. Sie ist mit mittelmäßig vielen kleinen Öldrüsen besetzt. Das Fruchtfleisch ist durch zarte Zwischenwände in ungefähr zehn Segmente geteilt. Es ist orange-gelb, sehr zart, sehr saftig und hat den Geschmack einer Zitrone mit schwächerer Säure. Die Saftschläuche sind langgezogen. Die Früchte enthalten je acht bis zwölf kleine, eiförmige bis umgekehrt-eiförmige Samen.[1.1]

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.[3]

Botanische Geschichte

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Die Meyer-Zitrone wurde am 31. März 1908 in Fengtai, einem heutigen Stadtbezirk Pekings, von dem im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums der Vereinigten Staaten tätigen Pflanzenentdecker Frank Nicholas Meyer gefunden. In China wurde sie als Zierpflanze in Kübelkultur genutzt. Im Juni 1908 wurden Exemplare der Meyer-Zitrone in die USA eingeführt und dort zunächst in Versuchskulturen in Chico, Kalifornien untersucht. Bereits damals wurde vermutet, dass es sich um eine Hybride handelt.[4]

Verbesserte Meyer-Zitrone

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In den 1950er-Jahren wurden Pflanzenexemplare gefunden, die nicht Träger des Citrus Tristeza Virus sind und als „verbesserte Meyer-Zitrone“ (Citrus ×meyeri ‘Improved’ bzw. Citrus ×jambhiri ‘Improved Meyer’) kultiviert werden.

Weitere Hybriden

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Hybriden zwischen der Australischen Fingerlimette und der Meyer-Zitrone bezeichnete Walter Swingle als Eremolemon.[1.2]

Vorkommen und Nutzung

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Die Meyer-Zitrone wird in den südlichen Bundesstaaten der USA sowie in Australien in Gärten angebaut. Sie toleriert Gegenden mit gelegentlichem, leichten Frost. Sie ist auch als Kübelpflanze geeignet.

Die Früchte werden wie die anderer Zitronen verwendet. Aufgrund der dünnen und weichen Schale ist die Transportfähigkeit und Verarbeitungsfähigkeit der Früchte jedoch eingeschränkt, sodass sie kaum gehandelt oder industriell verarbeitet werden.

Nutzung als Nahrungsmittel

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Aufgrund ihres im Vergleich zu Zitronen (Citrus ×limon) süßeren und weniger sauren Geschmackes und ihres Aromas wird die Meyer-Zitrone häufig als die beste Zitronensorte bezeichnet. In den USA wurde die Meyer-Zitrone bekannt, seitdem Martha Stewart sie in ihren Rezepten verwendete.[5]

Einzelnachweise

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  1. Herbert John Webber, Leon Dexter Batchelor, Elbert Thomas Bartholomew, Walter Tennyson Swingle, Homer Dwight Chapman, Archibald Dixon Shamel, Howard Brett Frost, Howard Sprague Reed, Walter Pierson Kelley: The Citrus Industry. 1. Auflage. Volume 1. University of California Press, Berkeley / Los Angeles 1943.
    1. 1 2 3 S. 603
    2. S. 365
  2. Timothy M. A. Utteridge, Laura V. S. Jennings: Trees of New Guinea. Kew publishing, Richmond, United Kingdom 2021, ISBN 978-1-84246-750-3, S. 391 (englisch, researchgate.net [abgerufen am 9. Februar 2026]).
  3. Citrus meyerii bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. Louis, abgerufen am 2. April 2026.
  4. Roland McKee: Chinese Dwarf Meyer Lemon Introduced. In: United States Department of Agriculture (Hrsg.): Yearbook of Agriculture 1926. 1927, What’s new in Agriculture, S. 218–221 (archive.org).
  5. Julie O'Hara: The Meyer Lemon: More Than A Pretty Face. Hrsg.: National Public Radio. 18. Februar 2009 (englisch, npr.org [abgerufen am 1. April 2026]).
  • Bénédicte Bachès, Michel Bachès: Zitrus: Auswählen, pflanzen, pflegen. Ulmer, Stuttgart 2004, ISBN 978-3-8001-4446-4.
  • Peter Klock: Zitruspflanzen für Wintergarten und Terrasse. Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 978-3-8001-3174-7.
  • Zitronenmarmelade. In: Christopher Idone: Zitronen – Landhausküche. Carlsen, Hamburg 1994, ISBN 978-3-551-85025-6.
Commons: Meyer-Zitrone (Kultivargruppe) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien