Michael Buckmiller

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Michael Buckmiller (* 21. Mai 1943 in Halle (Saale)) ist Politologe.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Buckmiller wirkte von 1974 bis 1976 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Politikwissenschaft der TU Hannover und promovierte dort 1976 mit dem Thema "Karl Korsch und das Problem der materialistischen Dialektik" zum Dr.phil. Von 1977 bis 1984 war er Wissenschaftlicher Assistent am Seminar für Wissenschaft von der Politik der TU Hannover und habilitierte dort, bevor er als Lehrstuhlvertretung an die Universität Gesamthochschule Paderborn wechselte. Von 1988 bis 1993 wirkte er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politische Wissenschaft der Universität Hannover, 1989 wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt. Im Jahre 2008 trat er in den Ruhestand und widmet sich seitdem eigenen Forschungsprojekten und der Leitung des von ihm gegründeten Offizin-Verlages.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buckmiller beschäftigt sich mit Geschichte und Theorie der Deutschen Arbeiterbewegung. Er ist Herausgeber der historisch-kritischen Gesamtausgabe von Karl Korsch und der Gesammelten Schriften von Wolfgang Abendroth.

Buckmiller war Mitbegründer der Loccumer Initiative kritischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, bei der er nach wie vor aktiv ist.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Herausgeber:

  • Zur Funktion des linken Intellektuellen - heute : in memoriam Peter von Oertzen, Hannover 2009.
  • Biographisches Handbuch zur Geschichte der kommunistischen Internationale : ein deutsch-russisches Forschungsprojekt, Berlin 2007 (mit Klaus Meschkat).
  • Wolfgang Abendroth - Gesammelte Schriften, Bd. 1. 1926 - 1948, Offizin-Verlag, Hannover 2006.
  • Wolfgang Abendroth - Gesammelte Schriften, Bd. 2. 1949 - 1955, Offizin-Verlag, Hannover 2008.
  • Karl Korsch - Gesamtausgabe, Hannover, 1980ff.
  • mit Dietrich Heimann und Joachim Perels (Hrsg.): Judentum und politische Existenz. Siebzehn Porträts deutsch-jüdischer Intellektueller, Offizin-Verlag, Hannover 2000, S. 327–358, ISBN 3-930345-21-8.

Als Autor (Monographien):

  • Karl Korsch und das Problem der materialistischen Dialektik: historische und theoretische Voraussetzungen seiner ersten Marx-Rezeption (1909 - 1923), Soak Verlag, Hannover 1976.

Als Autor (Aufsätze):

  • Marxismus als Realität. In: Jahrbuch Arbeiterbewegung. Bd.l. Über Karl Korsch. Hrsg. von. C. Pozzoli Frankfurt am Main. 1973.
  • "Marxistische Arbeitswoche" 1923 und die Gründung des "Instituts für Sozialforschung".In: W. van Reijen/G. Schmid-Noerr (Hrsg.), Grand Hotel Abgrund, Fotobiographie der Frankfurter Schule, Hamburg, Junius Verlag 1988.
  • Die Idee des authentischen Sozialismus: Die Rätedemokratie.In: J. Seifert/H. Thörmer/K. Wettig (Hrsg.), Soziale oder sozialistische Demokratie? Beiträge zur Geschichte der Linken in der Bundesrepublik, Marburg 1989.
  • Zwischen materialistischer Dialektik und positiver Wissenschaft. In: Lutz Danneberg/Andreas Kamlah/Lothar Schäfer (Hrsg.), Hans Reichenbach und die Berliner Gruppe. Braunschweig-Wiesbaden 1994
  • Die Perspektive sozialer Utopien ‑ ein historischer Blick nach vorn. In: F. Heckmann/E. Spoo (Hg), Wirtschaft von unten ‑ Selbsthilfe und Kooperation. Heilbronn 1997.
  • Kein Gespenst: die kommunistische Bewegung im 20. Jahrhundert. In: E. Spoo/R. Butenschön (Hg.), Der Mensch und der Plan. Eine Jahrhundertbilanz des Kommunismus. Hamburg 2000.
  • Gewalt und Emanzipation in der Arbeiterbewegung. Unerledigte Fragen. In: Loccumer Initiative Kritischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (Hg.), Gewalt und Zivilisation in der bürgerlichen Gesellschaft. (=Kritische Interventionen Nr.6). Hannover 2001.
  • Erkenntnis und umwälzende Praxis. In: Hannoversche Schriften. Hrsg. von Detlev Claussen, Oskar Negt und Michael Werz, Band 4: Philosophie und Empirie. Frankfurt am Main 2001.
  • Ernst Noltes 'kausaler Nexus' als Zauberformel zur Entsorgung der Schuldfrage. In: J. Perels (Hg), Der Rechtsradikalismus – ein Randphänomen? Hannover 2003.
  • Die Wiederentdeckung der Rätedemokratie. Peter von Oertzens Konzeption einer sozialistischen Rätedemokratie und der Paradigmenwechsel in der Bewertung der Novemberrevolution. In: Loccumer Initiative kritischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (Hg.), Zur Funktion des linken Intellektuellen – heute. Hannover 2009.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]