Michael Renkel

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Michael Renkel

Michael Renkel (* 1965 in Celle) ist ein deutscher Gitarrist und Komponist, der auch als Improvisationsmusiker bekannt geworden ist.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Renkel begann mit 8 Jahren, Konzertgitarre zu spielen (Unterricht); er studierte von 1990 bis 1994 am Hamburger Konservatorium klassische Gitarre, entwickelte seit den späten 1980er Jahren seinen eigenen Stil, der die Präparation des Instrumentes sowie avancierte Spieltechniken beinhaltet.

Er beschäftigt sich mit aleatorischer Komposition, variabler Form und Struktur sowie Notation. Einflüsse sind u. a. John Cage, Morton Feldman, Hans Werner Henze, Helmut Lachenmann, Violeta Dinescu, Derek Bailey, aber auch alte Lautenmusik. Er ist der erste Musiker, der die Konzertgitarre mittels Computer patches im live processing Verfahren verfremdet.

Seit 1994 entstanden zahlreiche Kompositionen darunter Albas für 8 Soloinstrumente, Errorkoerper für elektrische Gitarre, diverse Stücke für Konzertgitarre. Seine Kompositionen werden im Verlag Neue Musik veröffentlicht.

Renkel arbeitet als Instrumentalist ausschließlich in festen Projekten, die über lange Zeiträume eine Gruppenästhetik und Sprache entwickeln, darunter seit 1989 das Duo Activity Center mit Burkhard Beins, das akustisch / elektronische Trio phono_phono, das Ensemble Phosphor u. a. mit Axel Dörner, Ignaz Schick, Robin Hayward, Annette Krebs, Andrea Neumann, der Berlin Electric Guitar Unit mit Jörg Maria Zeger und Tobias Vethake, sowie im Duo mit Sven-Åke Johansson. Er tritt europaweit auf diversen Tourneen und Festivals auf z. B. musique action, nous sons[1] und LEM Festival/Spanien, Expozice Nové Hudby[2] oder International Art Biennale in Breslau. Seit den späten 1990er Jahren beschäftigt sich Renkel auch mit elektrischer Gitarre und live electronics sowie field recordings. Seit 2006 entwickelt er auch Klanginstallationen.

Diskographie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2008, Kalte Welle 102, Kning Disc, Duo mit Sven Åke Johansson
  • 2007, phono_phono, absinthRecords 014[3], Trio mit M. Mayas, S. Vogel
  • 2005, Ensemble Phosphor, Neue Musik in Deutschland 1950 - 2000,[4] Deutscher Musikrat + Sony BMG
  • 2005, Errorkoerper III, absinthRecords 009
  • 2003, Activity Center & Phil Minton, absinthRecords 006
  • 2003, Berlin Strings, absinthRecords 002[5] / compilation
  • 2002, Sitill, L'Innomable, Duo mit Luca Venitucci
  • 2002, Rabecca, Charhizma 022, Kai Fagaschinski / Michael Renkel
  • 2001, Phosphor, Potlatch P501
  • 1999, möwen & moos, 2:13 Music 008/009, Activity Center, Duo mit Burkhard Beins
  • 1996, Nunc, 2:13 Music 02

Zitate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Spiel Michael Renkels ist von einer unglaublichen Feinheit und Differenziertheit geprägt. Nina Polaschegg, Neue Zeitschrift für Musik[6]
Renkel is some kind of genius, too a guitarist who can be described as 'post-Bailey'... Brian Morton, The Wire[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. nous sons 2005
  2. Programm 2008 (Memento des Originals vom 16. Februar 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mhf-brno.cz
  3. phono_phono
  4. Nachweis (Memento des Originals vom 1. September 2008 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.musikrat.de
  5. Berlin Strings
  6. Neue Zeitschrift für Musik 02/2004, S. 78
  7. The Wire [1] 7/2008 S. 49

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]