Michael von Graffenried

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Michael von Graffenried am 24. Januar 2014 während des TED Talk im Museum für Gegenwartskunst in Algier
Rattenfänger, Bern 1984, Silbergelatine Barytabzug, 30 x 40 cm, Vintage Print
Terror in Algerien, Algier 1994, Silbergelatine Bartabzug, 110 x 50 cm, Auflage 1/7
Nackt im Paradies, Thielle 2001, Silbergelatine Barytabzug, 298 x 125 cm, Auflage 1/3
Cocainelove - Astrid und Peter, Bern 2004, Silbergelatine Bartabzug, 298 x 125 cm, Auflage 1/3
Öffentliche Strassenplakat Installation, 2005 in Zürich, Basel, Bern, Lausanne, Genf, Locarno, Lugano
Bierfest, Schwulensonntag, München 2011, C-Print, 288 x 125 cm, Auflage 1/3
Our Town, New Bern NC 2006, C-Print, 298 x 125 cm, Auflage 1/3
Baka Boy, Cameron 2009, C-Print, 288 x 125 cm, Auflage 1/3

Michael von Graffenried (* 7. Mai 1957 in Bern) ist ein Schweizer Fotograf.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael von Graffenried ist als Sohn einer Ethnologin und des Verlegers und Unternehmers Charles von Graffenried (1925–2012), Espace Media Groupe und von Graffenried Holding, in Bern aufgewachsen. Nach der Matura absolvierte er ein Praktikum bei einem Werbefotografen und machte sich bald mit seinen eigenwilligen Foto-Reportagen einen Namen. Zwischen 1982 und 1984 kuratierte er die von ihm gegründete Berner Photo-Galerie, wo er unter anderen Fotografen wie Jeanloup Sieff, René Burri, Robert Doisneau, Arthur Tress, Reinhart Wolf oder Diane Arbus ausstellte. Im November/Dezember 1984 präsentierte er die Sammlung Charles-Henri Favrod.

1991 zog er nach Paris. Zur 700-Jahr-Feier der Schweiz konnte er seine Ausstellung Swiss Image in Algerien zeigen; er dokumentierte dann während zwölf Jahren als einziger westlicher Fotograf das Alltagsleben in Algerien im und nach dem Bürgerkrieg. 2002 präsentierte er am Filmfestival von Locarno seinen mit Mohammed Soudani produzierten 90-minütigen Film über den algerischen Bürgerkrieg.

Michael von Graffenried ist mit der Foto-Galeristin Esther Woerdehoff verheiratet; sie haben zwei Töchter.

In seiner Ausstellung im Kornhaus Bern zeigte er 2007 das Leben in der US-amerikanischen Provinzstadt New Bern, die 1710 von einem Vorfahren, Christoph von Graffenried, gegründet worden ist.

2007 verbrachte er mehrere Monate in Kairo, ausgestattet mit einem artistsinresidence-Stipendium der Vereinigung Schweizer Städte.

Michel von Graffenried erhielt für seine meist unter schwierigen Umständen entstandene Arbeit zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen, unter anderem von Frankreich den Orden eines „Chevalier des Arts et des Lettres“.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Unter Berns Lauben. Text von Sergius Golowin. VDB, Bern 1980
  • Gurten Folkfestival. Benteli, Bern 1981
  • Berner Beizen-Porträts. VDB, Bern 1982
  • Kramgasse Bern. VDB, Bern 1983
  • Bundeshaus-Fotografien. Grafino, Bern 1985
  • Markt im Bernerland. Text von Ueli Schmezer. ED, Langnau 1988
  • „Mich trifft keine Schuld“. Dokumentation zum Sturz von Elisabeth Kopp. Ringier, Zürich 1989
  • Swiss Image. Benteli, Bern 1989
  • Swiss People. Genf/Steffisburg 1991
  • Algerien. Der Traum von der Demokratie. Benteli, Bern 1993
  • Sudan. Der vergessene Krieg. Benteli, Bern 1995
  • Holländerturm Bern. Die Entstehung der Stadt Bern in Bildern. Text von Markus F. Rubli. Benteli, Bern 1996
  • Swiss Press Photo 97. Benteli, Bern 1997
  • Nackt im Paradies (mit Harald Szeemann). Benteli, Bern 1997
  • Algerien. Der unheimliche Krieg. Benteli, Bern 1998
  • Weltpanorama. Mit einem Geleitwort von Franz Hohler. Weltwoche-ABC, Zürich 1998
  • Freie Sicht aufs Bundeshaus. Der Festakt. 150 Jahre CH. Benteli, Bern 1998
  • Jura. Visages d'une jeune république hors image. Editions Arts Vivants, Saint-Ursanne 1999
  • Du Jura au vaste monde parcours d'un photographe. Editions Ferme Asile, Sion 2000
  • Swisspanorama. mvg, Paris 2002
  • Im Herzen Algeriens. Benteli, Bern 2002
  • Risk. Contact statt Ausgrenzung. Contact Netz, Bern 2004
  • Cocainelove. Benteli, Bern 2005, ISBN 3-7165-1386-5
  • Eye on Africa. Fotografien aus Kamerun. Schwabe, Basel 2009, ISBN 978-3-7965-2582-7
  • Outing. Maison Européenne de la Photographie Paris, Gespräch mit Hans Ulrich Obrist, 2010
  • Bierfest. Steidl Göttingen, 2014, ISBN 978-3869306803
  • Changing Rio. Offizin Verlag Zürich, 2016, ISBN 978-3-906276-37-3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]