Michel Ruge

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Michel Ruge (* 21. Dezember 1969 in Hamburg) ist ein deutscher Autor, Schauspieler und Kampfkünstler. 2010 veröffentlichte er einen psychologischen Ratgeber für den Umgang mit physischen Angriffen, Das Ruge-Prinzip. 2013 folgte seine Autobiographie Bordsteinkönig.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michel Ruge wuchs in Hamburg-St. Pauli auf, laut eigener Aussage erlebte er das dortige Milieu als "gutbehütete", aber dennoch "Freiraum" gebende Heimat.[1] Sein Vater besaß in Hamburg drei Bordelle. Mit 16 Jahren zog er in eine betreute Jugend-WG im Hamburger Karolinenviertel. Er besuchte die Fachoberschule für Grafik und studierte 4 Semester an der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik (HWP). Nebenher arbeitete er als Tänzer. 1996 begann er eine Ausbildung an der Schauspielschule Hamburg, wo er 1999 sein Diplom machte, und betrieb ein Café auf St. Pauli.

Seit seinem Umzug nach Berlin im Jahre 1999 hat Ruge in diversen Fernsehserien und Filmen mitgewirkt, u. a. in Für alle Fälle Stefanie (2000) und Berlin, Berlin (2005).

Seit seinem 13. Lebensjahr betreibt Ruge Kampfkunst. Mit 25 Jahren begann er Eskrima. Nach seinem Umzug nach Berlin nahm er regelmäßig Privatstunden beim Gründer der Escrima Training Federation (ETF) in Hamburg, Bernd Schubert. 2001 eröffnete er zusammen mit dem Künstler Daniel Richter eine Schule für „ETF Combat Escrima“ in Berlin und arbeitete nebenbei als Türsteher und Personenschützer. 2010 begleitete er in dieser Funktion die deutsche Fußballnationalmannschaft zu Werbedrehs nach Kapstadt.

Im Jahre 2014 begann Michel Ruge zusammen mit Frank Künster das anarchistische Filmprojekt "staatlich aberkannte Kommune".[2] Im April des nächsten Jahres trat Ruge zum katholischen Glauben über.[3]

Im Jahr 2015 initiierte Michel Ruge das Projekt "Gangs United", in dem er Mitglieder und Ex-Mitglieder unterschiedlicher ehemals verfeindeter Hamburger Jugendbanden der 1980er Jahre zu regelmäßigen Treffen zusammenführte. Das Projekt stieß auf verbreitetes mediales Interesse.[4][5][6] 2017 wurde das Projekt vom Bürgerverein St. Pauli mit dem "St. Pauli-Urgestein"-Preis ausgezeichnet.[7]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Ruge Prinzip: Signale der Gewalt erkennen, Konflikte meistern, Zivilcourage zeigen!. VGS Verlag, Köln, 2010, ISBN 978-3802537172
  • Bordsteinkönig. Meine wilde Jugend auf St. Pauli. Knaur Verlag, München, 2013, ISBN 978-3426785508

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. siehe etwa im Video https://www.youtube.com/watch?v=Q68E9r2QfT8, (abgerufen am 15. Juli 2013)
  2. https://www.youtube.com/watch?v=dijLFIQ8qhY, (abgerufen am 10. November 2015)
  3. https://www.welt.de/politik/deutschland/article143155773/Von-der-Anarcho-Kommune-in-die-katholische-Kirche.html
  4. https://www.rap-n-blues.com/gangs-united-dokumentation/59988/
  5. siehe im Hamburg-Teil der ZEIT Nr.10/2017 vom 2.03.2017, Seite 4.
  6. https://www.welt.de/politik/deutschland/article156306512/Martialisch-im-Auftritt-berauscht-vom-Testosteron.html
  7. https://www.welt.de/print/die_welt/hamburg/article166094499/Als-ob-St-Pauli-Disney-World-waer.html