Micro (Batterie)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Micro-Akkus

Micro, Microzelle, AAA, AAA-Zelle oder IEC-Baugröße R03 (nicht zu verwechseln mit Größe R3 (⌀ 13,5 mm×25,0 mm)) sind gängige Bezeichnungen für eine genormte, weit verbreitete Baugröße von Batterien. Erfunden wurden sie von Samuel Ruben und Philip Rogers Mallory und 1964 eingeführt unter der Marke Duracell.[1]

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es handelt sich um zylindrische Rundzellen mit einem Durchmesser von 9,5 bis 10,5 mm und einer Höhe von 43,3 bis 44,5 mm (in der IEC-Norm sind nur die beiden Maximalwerte genannt). Daraus ergibt sich ein Volumen von etwa 3,5 bis 3,8 cm³. Trotz identischen Aufbaus sollten sie nicht mit den größeren Mignon bzw. AA-Zellen verwechselt werden. Microzellen werden mit verschiedenen elektrochemischen Systemen hergestellt, die sich in Nennspannung, Kapazität, Belastbarkeit und Aufbau deutlich unterscheiden können. [2] Je nach System werden weitere, oft herstellerspezifische, Bezeichnungen für nichtwiederaufladbare und wiederaufladbare Microzellen verwendet.

Typenübersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elektrochemisches
System
Nennspannung
in (V)
IEC ANSI Sonstige Bezeichnung typ. Kapazität
in (mAh)
typ. Energie
in (Wh)
Nichtwiederaufladbare Microzellen (Primärzellen)
Alkali-Mangan 1,5 LR03 24A, 24AC AM4, AM-4, MN2400, MX2400, E92, X92, EN92, 4003, 4103, 4203, 4703, 4903 1200 1,8
Zink-Kohle 1,5 R03 24D, 24F UM4, UM-4, 1212, 3003, 3703 500 0,75
Lithium-Eisensulfid 1,5 FR03 24LF L92 1200 1,8
Nickel-Oxyhydroxid 1,7 ZR03 NX2400
Wiederaufladbare Microzellen (Sekundärzellen)
LSD-Nickel-Metallhydrid 1,2 HR03 1.2H1 eneloop 750 0,9
Nickel-Metallhydrid 1,2 HR03 1.2H1 5303, 5603, 5703 1000 1,2
Nickel-Cadmium 1,2 KR03 1.2K1 CH12, 5003 500 0,6
Nickel-Zink 1,6 550 0,9
Lithium-Ionen 3,7 10440 450 1,7

Microzellen werden vorwiegend in kleinen, oft tragbaren, elektrischen und elektronischen Geräten verwendet. Beispiele sind Schnurlostelefone, Handsprechfunkgeräte, Pager, Digitalkameras, PDAs, MP3-Player, Computermäuse, Spielzeuge, Taschenlampen, Laserpointer, Taschenrechner, Uhren und Fernbedienungen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • David Linden, Thomas B. Reddy (Hrsg.): Handbook of Batteries. 3. Auflage. McGraw-Hill, New York 2002, ISBN 0-07-135978-8 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Microzelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Welt: Warren Buffett schnappt sich den Duracell-Hasen, abgerufen am 27. November 2014
  2. Hartwig Harm: Batteriebezeichnungen und Kapazitäten (Memento vom 25. Juli 2011 im Internet Archive), PDF, aufgerufen 10.September 2012