Missionsseminar Hermannsburg

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Auf dem Gelände der heutigen Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg (FIT) befand sich bis 2012 das Missionsseminar Hermannsburg. Dieses war Teil des Evangelisch-lutherischen Missionswerkes in Niedersachsen (ELM), des gemeinsamen Missionswerks der Landeskirchen Hannover, Braunschweig und Schaumburg-Lippe. In sechs bis sieben Jahren wurden Pastorinnen und Pastoren dort für den Dienst in der weltweiten Kirche ausgebildet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gruss aus Hermannsburg (~1904) - Das neue Missionshaus, Missionshandlüng - Front.jpg

Das Missionsseminar in Hermannsburg wurde 1849 von Pastor Ludwig Harms gegründet, nachdem einige junge Männer aus Hermannsburg und der Umgebung den Wunsch hatten, als Missionare entsandt zu werden, und nicht von einer der bestehenden Missionsgesellschaften übernommen wurden, da ihnen als Bauern und Landleuten die notwendige akademische Vorbildung fehlte. So nahm die Hermannsburger Mission ihren Anfang als eine "Bauernmission". Die ersten "Zöglinge" wurden 1854 nach bestandenem Examen nach Übersee entsandt und begründeten die Arbeit der Hermannsburger Mission in Südafrika, wo das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) bis heute aktiv ist.

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg gingen vom Missionsseminar durch dessen Seminarleiter Olav Hanssen geistliche Impulse aus. Es kam zur Gründung von Kreisen wie der Gruppe 153, des Epiphaniaskreises und des evangelischen Gethsemaneklosters in Riechenberg bei Goslar. Zwischen 1979 und 1993 wurde das Seminar von Dietrich Mann geleitet. Zum 26. August 2012 wurde das Missionsseminar geschlossen.

In Nachfolge des Missionsseminars wurde 2012 von den Landeskirchen Hannovers, Braunschweigs und Schaumburg-Lippe die Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg (FIT) gegründet.[1]

Bekannte Lehrer und Absolventen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jobst Reller (Hg.): Ausbildung für Mission. Das Missionsseminar Hermannsburg von 1849 bis 2012 (= Quellen und Beiträge zur Geschichte der Hermannsburger Mission, Bd. 25). Lit, Berlin 2015, ISBN 978-3-643-13240-6.
  • Gunther Schendel: Die Missionsanstalt Hermannsburg und der Nationalsozialismus: der Weg einer lutherischen Milieuinstitution zwischen Weimarer Republik und Nachkriegszeit, Band 16 von Quellen und Beiträge zur Geschichte der Hermannsburger Mission und des Ev.-luth. Missionswerkes in Niedersachsen, Band 16 von Quellen und Beiträge zur Geschichte der Hermannsburger Mission, LIT Verlag, Münster 2008, ISBN 978-3-825-80627-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/presse-und-medien/pressemitteilungen/landeskirche/2012/08/2012_08_23

Koordinaten: 52° 49′ 58,6″ N, 10° 6′ 1,5″ O