Mitwisser

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Als Mitwisser bezeichnet man eine Person, die als eine von mindestens zwei Personen vom selben geheimen Sachverhalt Kenntnis hat.

Mitwisserschaft bei schweren Verbrechen ist in Deutschland nur unter den Voraussetzungen des § 138 StGB als Nichtanzeige geplanter Straftaten strafbar und dort mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bewehrt.

Ähnlich sieht das österreichische StGB in § 286 bei noch nicht begangenen, aber unmittelbar bevorstehenden Straftaten eine Pflicht zum Einschreiten vor, mit einer Strafdrohung von bis zu zwei Jahren.[1][2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anzeigepflicht: Schweigen nach Mord, "verpetzen" vor Tat PHILIPP AICHINGER, Die Presse, 15. November 2009
  2. österreichisches StGB, § 286
Rechtshinweis Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten!