Montecuccoli

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Wappen derer von Montecuccoli

Montecuccoli ist der Name eines bedeutenden aus dem Herzogtum Modena stammenden Adelsgeschlechtes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wurzeln der Familie reichen bis ins 11. Jahrhundert im Herzogtum Modena zurück. Stammsitz war die Burg Montecuccolo (dt.: Kuckucksberg) bei Modena. Männliche Vertreter der Familie traten in den kaiserlichen Dienst ein. 1530 wurde die Familie von Kaiser Karl V. in den Reichsgrafenstand erhoben. Als eines von 64 gräflichen Geschlechtern hatte die Familie einen erblichen Sitz im Herrenhaus, dem Oberhaus des österreichischen Reichsrates.

  • Graf Ernesto Montecuccoli (1582–1633) war kaiserlicher General im Dreißigjährigen Krieg und kämpfte unter Wallenstein. Kaiser Ferdinand II. belehnte ihn 1624 mit der Herrschaft Hohenegg im heutigen Niederösterreich.[1]
  • Sein Neffe Reichsgraf Raimondo Montecuccoli (1609–1680) war kaiserlich-österreichischer Feldherr, Diplomat und Staatsmann, Militärtheoretiker und -schriftsteller und Schöpfer des ersten stehenden Heeres in Österreich. Er gilt neben Prinz Eugen und Erzherzog Karl als bedeutendster Feldherr Österreichs.

Weitere bedeutende Vertreter der Familie waren

Besitztümer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1710 befindet sich Gut Mitterau in der Gemeinde Markersdorf an der Pielach bei St. Pölten im Besitz des Adelsgeschlechtes, mit 950 Hektar Wald. Das Schloss wurde um 1600 erbaut und erhielt seine heutige Form im Jahre 1754. Um 1740 verlegte Graf Zeno Montecuccoli den Herrschaftssitz von Hohenegg ins nahe Schloss Mitterau.[1] Verwaltet wird es heute von Albert und Felix Montecuccoli.[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Montecuccoli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Thomas Jorda: Klarer Auftrag. In: Adel verpflichtet: eine Serie der NÖN. Niederösterreichische Nachrichten, 11. Oktober 2010, abgerufen am 17. Mai 2012.
  2. Seite der deutschsprachigen Wikipedia über Erzbischof Franz Lackner, Abschnitt "Apostolische Sukzession"
  3. Albert Graf Montecuccoli-Laderchi. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  4. Thomas Jorda: Bisschen besser. In: Adel verpflichtet: eine Serie der NÖN. Niederösterreichische Nachrichten, 23. April 2012, abgerufen am 17. Mai 2012.