museum-digital

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Mit museum-digital wird Museen die Möglichkeit gegeben Informationen über Museumsobjekte im Internet zu zeigen. Die Plattform zeigt dabei sowohl Text- wie Bildinformationen zu den Museumsobjekten. Beide Informationsquellen zusammen bilden das Digitalisat eines Objektes, diese sind frei und uneingeschränkt zugänglich. Eine Weiternutzung der bereitgestellten Informationen ist – entsprechend der rechtlichen Auszeichnung – möglich.

Der Einsatz von kontrollierten Vokabularen, Thesauri und Fachvokabularen gewährleistet die hohe Qualität der Suchergebnisse – auch über verschiedene museum-digital-Instanzen hinweg.

Museen aus verschiedenen Teilen Deutschlands haben sich über ihre jeweiligen regionalen Museumsverbänden oder -initiativen zu eigenen Instanzen von museum-digital zusammengeschlossen. Diese regionalen Instanzen sind sodann über eine nationale Instanz gemeinsam durchsuchbar.

Bis Oktober 2016 wurden weitere regionale museum-digital-Instanzen erstellt.[1] Hinzugekommen sind auch internationale (Brasilien[2], Indonesien[3] und Ungarn[4]) sowie thematische museum-digital-Instanzen. Diese Entwicklung führte zur Implementierung einer echten Mehrsprachigkeit in museum-digital.

Das Projekt wird fachlich durch das Berliner Institut für Museumsforschung begleitet. Derzeit beteiligen sich 478 deutsche Museen an museum-digital, aus denen bereits über 105.000 Exponate präsentiert werden.[5] Davon stammen mehr als 32.000 Objekte aus Museen in Sachsen-Anhalt.[6] Das Projekt begann Jahr 2009 auf Initiative der AG Digitalisierung des Museumsverbands Sachsen-Anhalt. So wurde es kleinen Einrichtungen ermöglicht, sich direkt am Aufbau der Datenbank zu beteiligen. Dabei war es von Anfang an von zentraler Bedeutung, dass die Museen die vollständige Kontrolle über die online gestellten Inhalte behalten. Jedes Museum kann jederzeit selbständig seine Daten deaktivieren, aktualisieren, für eigene Zwecke im museum-digital oder im LIDO- XML Format exportieren. Dabei wird ausschließlich freie Software eingesetzt.

Jedem Museum steht es frei die digitalisierten Exponate seines Hauses über die Internet-Plattformen europeana oder Deutsche Digitale Bibliothek verfügbar zu machen.[7] Diese Beteiligungen können auf Wunsch auch zentral von museum-digital koordiniert werden.

Anlass für die Entwicklung der Exportfunktionen war das Projekt Access to cultural heritage networks across Europe (ATHENA) und die nachfolgenden europäischen Aggregationsprojekten für Museumsdaten. Auf diesem Wege wurden bislang mehr als 14.000 museum-digital Objekte europeana[8] zur Verfügung gestellt.

In Sachsen-Anhalt[9] und Rheinland-Pfalz[10] wurde der Aufbau der museum-digital-Landesportale durch Finanzmittel der jeweiligen Länder unterstützt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. museum-digital-Instanzen
  2. Brasilien
  3. Indonesien
  4. Ungarn
  5. Vgl. Website museum-digital (24. Oktober 2016)
  6. Statistik museum-digital Sachsen-Anhalt (10. Oktober 2016)
  7. Erster Datenexport Richtung europeana (10. Juli 2010)
  8. 14.000 museum-digital Objekte europeana (10. Oktober 2016)
  9. Informationen zu museum-digital auf kulturerbe-digital.de (13. Mai 2009)
  10. Ministerium fördert Optimierung des Portals museum-digital.de. (22. Juni 2010)