Museum De Lakenhal

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Museum De Lakenhal

Das Museum De Lakenhal (Stedelijk Museum de Lakenhal) ist das städtische Museum für Kunst und Geschichte im niederländischen Leiden. Nach Renovierungs- und Erweiterungsarbeiten wurde das Museum am 20. Juni 2019 wieder eröffnet.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebäude der Lakenhal (Tuchhalle) wurde 1640 von Arent van 'Gravesande als Gewandhaus für die Tuchhändler erbaut. Das Museum wurde 1874 als Städtisches Museum (Stedelijk Museum) gegründet, in dem die städtischen Kunstsammlungen von Leiden aufbewahrt werden.

Sammlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannt ist das Museum für seine Sammlung und Ausstellung von Gemälden des goldenen Zeitalters und der Leidener Schule der Leidseplein fijnschilders. Der Saal für die Ansicht und Einschätzung der angelieferten Tücher, die Staalmesterskamer, und die große Versammlungshalle, in der Streitfälle verhandelt wurden, sind zu besichtigen. Dort befinden sich große Gemälde von Isaac van Swanenburg mit Darstellungen der Tuchfertigung noch an den gleichen Stellen, wie zur Einrichtung der Lakenhal. Ein weiteres übergroßes Gemälde von Carel de Moor zeigt die Inspektoren bei ihrer Arbeit in einem großen hölzernen Rahmen verziert mit ihren Familienwappen. Dieses Gemälde wird flankiert von drei historischen Allegorien der Stadt Leiden von Abraham Lambertsz van den Tempel.

Die von den Zerstörungen im Reformierten Bildersturm des Jahres 1566 verschont gebliebenen Altarbilder und religiösen Kunstwerke wurden 1572 offiziell vom Staat übernommen. Diese wurden im Museum De Lakenhal aufbewahrt. Ferner zeigt das Museum einen Nachbau einer statie, einer katholischen Missionsstation aus der Zeit nach der Reformation. Die Bezeichnung Missionsstation bezog sich nach der Reformation auf die im Verborgenen arbeitenden katholischen Kirchen während des Beginns der Niederländischen Republik.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Museum De Lakenhal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.lakenhal.nl/en/story/visitor-information

Koordinaten: 52° 9′ 47,6″ N, 4° 29′ 15,8″ O