Museum Pankow

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Museum Pankow
mit zwei Standorten
Luftbild vom Wasserturm aus.jpg
Umgebung Museum Pankow
Daten
Ort Berlin-Prenzlauer Berg,
Mühlhauser Straße
Berlin-Pankow, Heynstraße
Art
Kommunale Einrichtung
Eröffnung 1992
Betreiber
Bezirk Pankow von Berlin,
Amt für Weiterbildung und Kultur
Leitung
Bernt Roder
Website
ISIL DE-MUS-817110

Das Museum Pankow ist eine Einrichtung des Berliner Bezirks Pankow. Schwerpunkt der musealen Arbeit sind die zahlreichen Sonderausstellungen, welche die Dauerausstellungen an den Museumstandorten Prenzlauer Allee und Heynstraße ergänzen.

Allgemeine Informationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum Pankow entstand aus der Zusammenlegung von Prenzlauer Berg Museum, Panke-Museum, Chronik Pankow und Stadtgeschichtlichem Museum Weißensee im Museumsverbund Pankow. Seit 2012 wird auf die Bezeichnung Museumsverbund Pankow verzichtet. Museumsleiter ist seit 1992 Bernt Roder.

Neben den Dauerausstellungen an beiden Museumsstandorten finden zahlreiche weitere temporäre Ausstellungen, Führungen, Lesungen und Vorträge im gesamten Bezirk statt. Darüber hinaus werden mit Pankower Schulklassen Projektwochen zu Themen der Regionalgeschichte durchgeführt.

Standorte und Dauerausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Standort Prenzlauer Allee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptstandort des Museums befindet sich in den Räumen des Kultur- und Bildungszentrums Sebastian Haffner inmitten des Ortsteils Berlin-Prenzlauer Berg, Postadresse Prenzlauer Allee 227/228. Das 1886 errichtete Schulgebäude an der Mühlhauser Straße beherbergt heute neben Stadtteilbibliothek und Volkshochschule das Museumsarchiv mit Lesesaal und die Dauerausstellung Gegenentwürfe. In der Aula finden regelmäßig Sonderausstellungen statt. Direkt an der Prenzlauer Allee liegt das ehemalige Wohngebäude des Rektors, welches heute als Verwaltungssitz von Museum und Volkshochschule dient. Seit 2004 wird zudem die ehemalige Turnhalle als Ausstellungshalle genutzt.

Standort Heynstraße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellung Heynstraße, Museum Pankow

Der Museumsstandort liegt in der Heynstraße 8 im Ortsteil Pankow. Im ehemaligen Wohnhaus des Fabrikanten Fritz Heyn können zwei bürgerliche Repräsentationsräume in ihrer originalen Ausstattung (Stuck, Bemalung und Möblierung) besichtigt werden. Daneben sind auch Treppenhaus, Vorgarten, Hof und Gartenanlage erhalten und zugänglich. Sonderausstellungen und Veranstaltungen zu Aspekten bürgerlichen Lebens um 1900 ergänzen das Museumsangebot. Die Wohnung wurde erst Anfang der 1970er entdeckt und im Januar 1974 als musealer Standort geöffnet.

Kontrastiert wird diese Dokumentation großbürgerlicher Wohnkultur durch die Ausstellung in der Dunckerstraße 77 im Ortsteil Prenzlauer Berg, die das proletarische und kleinbürgerliche Wohnen um 1900 in Berlin dokumentiert.

Archiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum Pankow verfügt über umfangreiche Archivalien und Sammlungsgegenstände zur Geschichte der drei ehemaligen Bezirke Prenzlauer Berg, Weißensee und Pankow. Darüber hinaus steht den Archivnutzern eine regionalgeschichtliche Präsenzbibliothek zur Verfügung.

Die Anlage von Sammlungen zur Ortsgeschichte begann anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt Berlin in den Bezirken Prenzlauer Berg und Weißensee 1987. In Pankow geht die Sammlung dank Rudolf Dörriers auf das Jahr 1945 zurück. Bis heute werden eine Zeitungsausschnittsammlung (ab 1945) und eine Chronik zu Ereignissen im Bezirk im Archiv geführt.

In der Datenbank des Archivs waren 2013 mehr als 5 000 Bücher, 70 000 Fotos, 4 237 Postkarten und 648 Karten und Plänen digital eingestellt. Darüber hinaus sind fast 1 500 Plakate einsehbar. Eine Kostbarkeit des Archivs sind 150 Glasnegative aus der Werkstatt Max Skladanowskys sowie 800 Dias von 1925 aus der Bildstelle Pankow. Leider noch nicht recherchierbar ist der umfangreiche Objektbestand mit bis zu 10 000 Gegenständen, darunter eine englische 5-Zentner-Bombe.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]