Museum für Konkrete Kunst

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Museum für Konkrete Kunst mit der Außenskulptur von Marcello Morandini

Das Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt präsentiert in der ständigen Sammlung und in Wechselausstellungen auf rund 800 m² Ausstellungsfläche die Vielfalt der Konkreten Kunst seit ihren Anfängen. Daneben widmet es sich ausgesuchten Aspekten des Designs, das im 20. Jahrhundert vielfach eng mit der Konkreten Kunst verbunden war.

Den Grundstock der Sammlung bildete der Ankauf der privaten Kunstsammlung von Eugen Gomringer, der zu den zentralen Vertretern der sogenannten Konkreten Poesie gehört. Der Ankauf konnte durch die großzügige Unterstützung von Industrie und Handwerk sowie durch zahlreiche Spenden der Ingolstädter Bürgerschaft realisiert werden. Am 26. Juni 1992 wurde das Museum für Konkrete Kunst in seinen heutigen Räumen in einem ehemaligen Kasernengebäude aus dem 18. Jahrhundert eröffnet. Die architektonische Gestaltung der Münchner Architekten Claus und Forster wurde 1993 vom Bund Deutscher Architekten ausgezeichnet.

Um der ständig wachsenden Sammlung und den vielfältigen Aktivitäten des Museums einen angemessenen Rahmen bieten zu können, entsteht derzeit ein Neubau auf dem ehemaligen Giessereigelände in Ingolstadt. Bauherr ist das Wiener Büro Querkraft. Am 7. Juni 2016 erfolgte die Grundsteinlegung,[1] die Eröffnung ist für 2019 geplant. Die historische Giessereihalle bleibt erhalten und wird in Zukunft als Empfangsbereich und Kassenraum des Museums für Konkrete Kunst und Design (MKKD), wie es nach der Fertigstellung heißen wird, genutzt.[2] Außerdem entsteht dort eine großzügige Gastronomie, eine Bar mit Lounge sowie die große Nordhalle, ein langgestreckter, lichtdurchfluteter Raum mit kostenfreien Ausstellungen. Das eigentliche Museum entsteht im Untergeschoss. Es wird der ständig erweiterten Designsammlung Rechnung tragen.

Direktorin des Museums ist Simone Schimpf.[3]

Das Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt aufgenommen von der Tränktorstraße.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Museum für konkrete Kunst Ingolstadt, Ausgabe der Reihe "Museum", Westermann-Verlag, Braunschweig 1991[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein großes Werk für die Zukunft im Donaukurier vom 7. Juni 2016, abgerufen am 9. Juni 2016
  2. Interview mit Simone Schempf im Donaukurier vom 1. Juni 2016, abgerufen am 9. Juni 2016
  3. Seite über das Team des Museums
  4. Daten der Reihe "Museum" in der DNB

Koordinaten: 48° 45′ 43″ N, 11° 25′ 38″ O