Mythologem

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Ein Mythologem ist ein einzelnes Element oder Motiv innerhalb der Mythologie. Laut der Theaterwissenschafterin Katharina Keim bzw. weiter zurückzuführen auf Claude Lévi-Strauss (von diesem Mythem genannt) ist ein Mythologem die Bezeichnung für die kleinste, semantisch und historisch invariable, konstitutive Einheit des Mythos. Dies wäre z. B. beim Medea-Mythos der Kindermord.

Mythologeme sind konstante "Teile der Welt" im Unbewußten, die nicht individuell erworben, sondern a priori vorhanden und in der Psyche strukturell eingeschlossen sind. Sie stellen jene Konstante dar, die sich überall und zu allen Zeiten relativ identisch ausdrücken.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Claude Lévi-Strauss: Die Struktur der Mythen. In: Strukturale Anthropologie I. Aus dem Französischen von Hans Naumann, Suhrkamp, Frankfurt 1967, S. 226–254.
  • CG Jung: Band 16; Praxis der Psychotherapie. In: Medizin und Psychologie. 1995 Patmos Verlag, 2. Auflage 2006; S.101