Nöckler & Tittel

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Nöckler & Tittel (N & T) war der Name eines in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Erzgebirge gegründeten Unternehmens mit Sitz in Schneeberg, das sich später durch die Produktion von Puppen einen Namen machte.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde 1849 gegründet,[1][Anm. 1] bot jedoch erst nach 1886 ein breit gefächertes Sortiment von Puppen und Puppenköpfen an. Die hierfür verwendeten Materialien waren Kompositionsmasse, Gummi, Holz und Wolle.[1]

In den 1890er Jahren erhielt N & T ein Patent mit der Nummer 58524 für einen Kurbelkopf aus unzerbrechlicher Masse für Kugelgelenkpuppen.[2]

Puppenköpfe aus Bisquitporzellan bezog die Firma von Armand Marseille mit den Form-Nummern 370, 375, 390 und 391. Auch Alt, Beck & Gottschalck lieferte Porzellanköpfe, ebenso Hertel, Schwab & Co., letztere mit den Form-Nummern aus der 100er-Serie.[1]

Charakterpuppen von Nöckler & Tittel trugen die Initialen N & T des Unternehmens.[1]

Im Jahr 1923 ließ die Firma die Schutzmarke Schneeflöckchen eintragen.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jean Bach: Internationales Handbuch der Puppenmarken. Ein Puppen-Bestimmungsbuch, englischer Originaltitel: The main street dictionary of doll marks, übersetzt von Wolfgang Hartmann, München: Laterna Magica, 1989, ISBN 3-87467-389-8; S. 94
  • Jürgen Cieslik, Marianne Cieslik: Cieslik's Lexikon der deutschen Puppenindustrie. Marken, Daten, Fakten, 2., überarbeitete Auflage, Hamburg: Marquardt & Wellhausen; Jülich: Cieslik, 1989, ISBN 978-3-939806-20-2 (Wellhausen & Marquardt) und ISBN 3-921844-20-7 (Cieslik)
  • Katja Margarethe Mieth (Hrsg.), Uta Schnürer: Die Puppenfabrik Nöckler und Tittel (1883 – 1929), in dies: Puppenfabrikation in Schneeberg (= Reihe Weiß-Grün, Band 41), hrsg. von der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen, Fachbereich Volkskultur, Husum: Verlag der Kunst Dresden, 2010, ISBN 978-3-86530-137-6, S. 23–34; Buchvorstellung des Verlages

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Davon abweichend wird das Gründungsjahr 1847 genannt, vergleiche Rolf Schaumann: Gewerbe und Fabrikproduktion in der Bergstadt Schneeberg und der ehemals selbständigen Bergstadt Neustädtel im 19. und 20. Jahrhundert - ein historischer Abriss, herausgegeben vom Freundeskreis Stadtarchiv Schneeberg, Schneeberg, 2005; herunterladbar als PDF-Dokument

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Jean Bach: Internationales Handbuch der Puppenmarken. Ein Puppen-Bestimmungsbuch, englischer Originaltitel: The main street dictionary of doll marks, übersetzt von Wolfgang Hartmann, München: Laterna Magica, 1989, ISBN 3-87467-389-8; S. 94
  2. Patentblatt, herausgegeben von dem Kaiserlichen Patentamt, Band 20, S. 524; Vorschau über Google-Bücher