Naevus araneus

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Klassifikation nach ICD-10
I78.1 Nävus, nichtneoplastisch
ICD-10 online (WHO-Version 2016)
Ein Naevus araneus am linken Nasenflügel[1]

Beim Naevus araneus oder Naevus stellatus, auch als Spinnennävus, Sternnävus, bzw. Gefäßspinne oder Eppinger-Sternchen (engl. spider nevus) bezeichnet, handelt es sich um eine häufige und gutartige arterielle Gefäßneubildung der Haut. Ausgehend von einem zentralen, erhabenen und etwa stecknadelkopfgroßen Gefäßknötchen ziehen dünne Ausläufer (Gefäßreiserchen) spinnen- oder sternartig nach außen. Drückt man mit dem Glasspatel auf einen Spinnennävus, verschwinden die Ausläufer, das rote Zentralgefäß jedoch nicht.

Spider-Naevi bei Leberzirrhose

Spinnennävi finden sich meist in der oberen Körperhälfte (Gesicht, Nacken, Hände, oberer Stammbereich). Sie sind die häufigste Form einer Teleangiektasie und kommen häufig idiopathisch (ohne fassbare Ursache) bei Kindern vor.[2]
Daneben können sie oft auch eruptiv während der Schwangerschaft, einer hormonellen Empfängnisverhütung, bei Lebererkrankungen wie einer Leberzirrhose, beim CREST-Syndrom, einem chronischen UV-Schaden und bei Steroidabusus auftreten.

Spinnennävi sind für viele Patienten ein ästhetisches Problem. Eine Laserbehandlung führt in diesen Fällen meist zu kosmetisch befriedigenden Resultaten. Vorher sollte jedoch nach einer Ursache gesucht werden (siehe oben).[3][2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. M. Sand, D. Sand, C. Thrandorf, V. Paech, P. Altmeyer, F. G. Bechara: Cutaneous lesions of the nose. In: Head & face medicine. Band 6, 2010, S. 7, ISSN 1746-160X. doi:10.1186/1746-160X-6-7. PMID 20525327. PMC 290354 (freier Volltext). (Review).
  2. a b S. M. Finn, M. Rowland, F. Lawlor, W. Kinsella, L. Chan, O. Byrne, O. O'Mahony, B. Bourke: The significance of cutaneous spider naevi in children. In: Arch Dis Child. 91(7), Jul 2006, S. 604–605. Epub 2006 Apr 4. PMID 16595646
  3. E. Tan, C. Vinciullo: Pulsed dye laser treatment of spider telangiectasia. In: Australasian Journal of Dermatology. 38(1), Feb 1997, S. 22–25. PMID 9046648

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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