Nakajima E8N

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Nakajima E8N
95siki-suitei 1929.jpg
Typ: Aufklärungsflugzeug
Entwurfsland:

Japanisches KaiserreichJapanisches Kaiserreich Japan

Hersteller:

Nakajima Hikōki

Erstflug: März 1934[1]
Produktionszeit:

1935–1940

Stückzahl: 775

Die Nakajima E8N (jap. 九五式水上偵察機, Kyūgo-shiki suijō teisatsuki, dt. „Typ-95-Wasseraufklärungsflugzeug“, alliierter Codename: Dave) war ein Aufklärungswasserflugzeug der Kaiserlich Japanischen Marine vor und während des Zweiten Weltkrieges.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Doppeldecker, namentlich gekennzeichnet als achtes Aufklärungswasserflugzeug im Dienst der japanischen Marine, wurde 1933 auf Basis der Nakajima E4N konstruiert und ersetzte diese. Sie wurde von 1935 (Kōki 2595, daher die Typbezeichnung) bis 1940 von der Entwicklerfirma Nakajima und dem Flugzeughersteller Kawanishi produziert. Das Flugzeug wurde vor allem zur Aufklärung auf Kriegsschiffen mitgeführt und von diesen aus per Katapult gestartet. Im zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg wurde sie aber auch als Jagdflugzeug, Sturzkampfflugzeug und Artilleriebeobachter eingesetzt.[2] Nachdem die Produktion des Typs 1940 eingestellt worden war und man die E8N nach und nach aus ihrem ursprünglichen Aufgabenbereich zurückzog, setzte man die für den Aufklärungs- und Kampfeinsatz zu stark veralteten Maschinen als Schulungs- und Verbindungsflugzeuge ein.[3]

Die E8N2 wurde auch auf dem deutschen Hilfskreuzer HSK 1 Orion als Ersatz für deren Arado Ar 196 mit britischen Markierungen und der fiktiven RAF-Seriennr. L5196 eingesetzt. Gekauft wurde sie von Vize-Admiral Wenneker, mit dem Versorger Münsterland zu den Marianen gebracht und am 1. Februar 1941 bei den Maug Islands an die Orion übergeben. Das Flugzeug wurde von Leutnant Klaus von Winterfeldt geflogen und ging am 26. Mai 1941 vor Madagaskar verloren, nachdem es sich beim Startversuch überschlagen hatte und nicht schnell genug geborgen werden konnte.[2]

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngröße Daten der E8N1[4]
Besatzung 2
Länge 8,81 m
Spannweite 10,98 m
Höhe 3,84 m
Flügelfläche 26,5 m²
Leermasse 1320 kg
Startmasse 1900 kg (nach anderer Quelle: 2050 kg[3])
Höchstgeschwindigkeit 294–300 km/h in 3000 m Höhe
Marschgeschwindigkeit 185 km/h
Steigzeit 6,31 min auf 3000 m Höhe
Dienstgipfelhöhe 7270 m
Reichweite 900 km
Triebwerke ein luftgekühlter 9-Zylinder-Sternmotor Nakajima Kotobuki 2KAI1 mit 580 PS (427 kW) Startleistung
Bewaffnung 2 × 7,7-mm-Maschinengewehre; 60 kg Bombenlast

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kenneth Munson: Die Weltkrieg II-Flugzeuge
  • Enzo Angelucci: Weltenzyklopädie der Flugzeuge
  • René J. Francillion: Japanese Aircraft of the Pacific War

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Nakajima E8N – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter Alles-Fernandez (Hrsg.): Flugzeuge von A bis Z. Bernard & Graefe, Koblenz 1989, ISBN 3-7637-5906-9, S. 158.
  2. a b Bordflugzeuge deutscher Hilfskreuzer und Hilfsschiffe, abgerufen 19. November 2016
  3. a b Kenneth Munson: Die Weltkrieg II-Flugzeuge S. 354–355
  4. Enzo Angelucci: Weltenzyklopädie der Flugzeuge S. 310