Namaste

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Indische Tänzerin im Sari bei der Ausübung der Grußgeste Namaste

Namaste ist in Indien sowie einigen weiteren asiatischen Ländern eine unter Hindus allgegenwärtige Grußformel und Grußgeste (Mudra, Sanskrit: „Geste“). Sie drückt Ehrerbietung für einen anderen Menschen sowie für das Göttliche in einem Heiligtum aus.

Wortbedeutung und -herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namaste [nʌmʌsˈteː] (auch Namasté; Sanskrit/Hindi/Nepali (Devangari-Schrift) नमस्ते namaste) bedeutet wörtlich übersetzt „Verehrung dir“. Es ist eine Zusammensetzung von námas (Sanskrit „Verehrung“) und dem enklitischen Pronomen -te („dir“).

Der Gruß kommt erstmals im Rigveda[1] vor und ist auch im Avestischen als nəmasə.tē überliefert.

Ausübung der Grußgeste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namaste in der Kunst

Bei der Ausübung der Geste werden üblicherweise die Innenhandflächen zusammengeführt, in Nähe des Herzens an die Brust gelegt und der Kopf leicht gebeugt. Während in der westlichen Welt normalerweise der Gruß Namaste auch ausgesprochen wird, ist dies in Indien nicht notwendigerweise der Fall.

Eine noch tiefere Ehrbezeugung, beispielsweise gegenüber spirituellen Lehrern, wird dadurch ausgedrückt, dass die gefalteten Hände angehoben und die Fingerspitzen beider Zeigefinger auf die Stelle zwischen den Augen gelegt werden. Nach hinduistischer Lehre verbirgt sich an dieser Stelle das mystische „Dritte Auge“.

In den verschiedenen Sprachen des indischen Subkontinents wird der eigentliche Akt dieser Gruß-Geste Namaskaram, Namaskara oder Namaskar genannt; die gefalteten Hände sind auch unter den Mudra-Begriffen Anjali, Atmanjali oder Hrdayanjali bekannt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Namaste – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rigveda 3,33,8desa