Natchez (Volk)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Natchez

Natchez oder Nauchee (auch Nah'-Chee, abgel. von der Eigenbez.: W'Nahk'-Chee - ‘schnelle Krieger’[1][2]oder aus dem Choctaw Nahni-Sakti Chata - ‘Krieger der hohen Klippe’) waren ein indianisches Volk aus der Sprachgruppe des Hoka-Natchez, die zur Muskogee-Sprachfamilie zählte. Sie lebten im Gebiet des heutigen Bundesstaates Mississippi und teilweise in den benachbarten Bundesstaaten.

Kultur[Bearbeiten]

Es wird angenommen, dass ihre Kultur ein letzter Ausläufer der Mississippi-Kultur war. Die Natchez bauten Pyramiden und nannten ihren Herrscher Die große Sonne.

Geschichte[Bearbeiten]

Seuchen und vier verlorene Kriege (First, Second and Third Natchez War sowie der Natchez-Aufstand) gegen die Franzosen zerstörten den einst blühenden Stamm mit seiner bemerkenswerten Kultur.

Einige Überlebende zerstreuten sich unter die benachbarten Stämme, wie Muskogee, Chickasaw und Choctaw und vermischten sich mit ihnen.

Heute existieren nur noch ungefähr 5.000 Natchez, vor allem in Mississippi, aber auch in Alabama und teilweise in Georgia. Ihre Blütezeit hatten die Natchez im 18. Jahrhundert, als es rund 22.000 von ihnen gab.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Natchez Trace and the People
  2. The Natchez Indians

Literatur[Bearbeiten]

  • Schroeter, Willy: Große Sonne und sein Volk. Bemerkungen über die Natchez. In: Magazin für Amerikanistik, Heft 1 und 2, 1999