Natriumacrylat

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Strukturformel
Strukturformel von Natriumacrylat
Allgemeines
Name Natriumacrylat
Andere Namen

Natriumsalz der Acrylsäure

Summenformel C3H3NaO2
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 7446-81-3
EG-Nummer 231-209-7
ECHA-InfoCard 100.028.372
PubChem 4068533
Wikidata Q15632837
Eigenschaften
Molare Masse 94,04 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

1,45 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

> 300 °C[1]

Löslichkeit

leicht löslich in Wasser (1000 g·l−1 bei 25 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
09 – Umweltgefährlich

Achtung

H- und P-Sätze H: 400
P: 261​‐​305+351+338 [2]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Natriumacrylat ist eine chemische Substanz aus der Stoffgruppe der Acrylate. Sie wird aus Acrylsäure und Natronlauge hergestellt. Natriumacrylat wird hauptsächlich als Ausgangsstoff zur Herstellung von Polymeren verwendet.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Acrylsäure wird mit einer natriumhaltigen Base (z. B. Natronlauge), meist in wässriger oder alkoholischer Lösung, neutralisiert. Im Anschluss wird das Lösungsmittel schonend entfernt.[3][4]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Physikalische Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Natriumacrylat ist ein weißes, kristallines Pulver, das gut löslich in Wasser ist.[1]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Natriumacrylat dient als Monomer in meist wässrigen Polymerisationen. Es wird unter anderem zur Herstellung von Superabsorbern[5][6], Tapetenkleister[7] und Lacken verwendet.

Sicherheitshinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Natriumacrylat ist nach Anhang 3 der Verwaltungsvorschrift wassergefährdender Stoffe (VwVwS) in die Wassergefährdungsklasse 2 eingestuft.[1]

Nachweis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Natriumacrylat lässt sich mittels Hochleistungsflüssigkeitschromatographie an Säulen mit umgekehrter Phase nachweisen.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Eintrag zu Natriumacrylat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 4. August 2013 (JavaScript erforderlich).
  2. Datenblatt Sodium acrylate, 97% bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 5. August 2013 (PDF).
  3. Patent CN102180784: "Synthesis method of sodium acrylate". Veröffentlicht am 14. September 2011.
  4. Patent GB1073856: "Production of sodium acrylate". Veröffentlicht am 28. Juni 1967.
  5. Patent EP1527109: "VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG VON POLYMEREN".
  6. Frederic L. Buchholz, Andrew T. Graham (Hrsg.): Modern Superabsorbent Polymer Technology. Wiley-VCH, New York 1998 ISBN 0-471-19411-5 (englisch).
  7. Patent EP0396304: "Wallpaper adhesives". Veröffentlicht am 7. November 1990, Erfinder: Yeung Dominic Wai Kwing.
  8. Eintrag zu SODIUM ACRYLATE in der Hazardous Substances Data Bank, abgerufen am 14. August 2013.