Naturalwirtschaft

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Eine Naturalwirtschaft ist das Gegenteil zur Geldwirtschaft.

In der Naturalwirtschaft muss jeder Mensch alle seine Bedürfnisse und Wünsche selbst befriedigen, sofern keine Regierung dies in einem richtigen Kreislauf mit Gesetzgebung organisiert. Arbeitsteilung geschieht in Form von Gemeinschaften oder durch direkten Tauschhandel, aber nicht mit Hilfe eines allgemein akzeptierten Tauschmittels, welches den Begünstigten zum Handel mit Gütern befähigt.

Die Einführung von Geldwirtschaft ermöglichte Spezialisierungen und damit eine arbeitsteilige Wirtschaft.

Das System der Naturalwirtschaft kommt im Mittelalter bei der Villikationsverfassung vor.

Lenin versuchte nach der Revolution von 1917, u.a. mittels einer künstlich hervorgerufenen Hyperinflation, eine Abschaffung des Geldes[1][2] als Zahlungsmittel herbeizuführen, was jedoch im Endeffekt zu Hungersnöten führte.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfons Dopsch: Naturalwirtschaft und Geldwirtschaft in der Weltgeschichte, Taschenbuch Aalen 1968 ISBN 3511004845

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Artikel Lenin, Abschnitt Bürgerkrieg 1918 bis 1922, erster Absatz.
  2. Artikel Kriegskommunismus, 6. Absatz.